Milliardenhilfe für Armenien: IWF gibt 25 Millionen US-Dollar frei – Ein neuer Meilenstein in der Wirtschaftskrise

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Anfang Dezember 2025 genehmigte der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein neues, 36 Monate umfassendes Stand-by-Arrangement (SBA) für Armenien. Das Gesamtvolumen belief sich auf 128,8 Millionen Sonderziehungsrechte (SZR), was umgerechnet etwa 175 Millionen US-Dollar entspricht. Nun erklärte der IWF die erste Überprüfung dieses Programms für abgeschlossen – und gibt dadurch weitere finanzielle Mittel für das Land frei. In einer offiziellen Stellungnahme des Fonds hieß es dazu:

„Der erfolgreiche Abschluss der Überprüfung ermöglicht den Zugang zu Finanzmitteln in Höhe von 18,4 Millionen SZR (rund 25,1 Millionen US-Dollar). Damit steigt das insgesamt zur Verfügung stehende Finanzierungsvolumen auf 36,8 Millionen SZR, was etwa 50,2 Millionen US-Dollar entspricht.“

Wie der IWF weiter mitteilte, dient das SBA in erster Linie der Sicherung der makroökonomischen Stabilität des Landes sowie der Unterstützung jener Strukturreformen, die von der armenischen Regierung angestoßen wurden. Die armenischen Behörden betrachten das Abkommen laut IWF weiterhin als vorsorgliche Maßnahme und als Instrument zur Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Die noch nicht abgerufenen Mittel sollen nach erfolgreichen halbjährlichen Evaluierungen in weiteren Tranchen freigegeben werden.

Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Dynamik in Armenien rechnet der IWF für das Jahr 2026 mit einer moderaten Abschwächung des realen BIP-Wachstums auf prognostizierte 5,25 Prozent. Kurzfristig könnte die Inflation anziehen – begründet durch höhere Rohstoffpreise und gestiegene Logistikkosten, die aus veränderten Handelsrouten resultieren. Mittelfristig erwartet der Währungsfonds jedoch eine Rückkehr der Teuerungsrate zum Inflationsziel der armenischen Zentralbank.

Als wesentliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung nennt der IWF die andauernde Unsicherheit im Nahen Osten, eine mögliche konjunkturelle Abkühlung bei wichtigen Handelspartnern sowie die sich weltweit verschärfenden Finanzierungsbedingungen. Zugleich betont der Fonds, dass Armenien nach wie vor über solide Währungs- und Finanzreserven verfüge.

Dies ist nicht die erste Unterstützung dieser Art durch den IWF. Bereits im Dezember 2022 hatte der Fonds ein Stand-by-Arrangement für das Land in Höhe von damals rund 171 Millionen US-Dollar bewilligt. Ziel war es, die Anstrengungen der armenischen Behörden zur Wahrung der makroökonomischen, finanziellen und fiskalischen Stabilität sowie zur Umsetzung von Wirtschaftsreformen zu flankieren.

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