Peru nach der Wahl: Keiko Fujimori setzt sich knapp durch
Die peruanische Präsidentschaftswahl fand am 7. Juni 2026 statt. Doch erst Wochen später stand der endgültige Sieger fest: Keiko Sofia Fujimori Higuchi von der rechtskonservativen Partei Fuerza Popular gewann gegen ihren Kontrahenten Roberto Helbert Sánchez Palomino, der für das linksgerichtete Bündnis Juntos por el Perú antrat. Wie CNN Español berichtete, trennten die Siegerin und den Verlierer lediglich 49.641 Stimmen.
Yessica Clavijo Chipoco, Generalsekretärin der Nationalen Wahlkommission (JNE), gab an diesem Freitag die offiziellen Ergebnisse bekannt: Fujimoris Partei Fuerza Popular erhielt 9.223.396 Stimmen (50,135 Prozent), während Juntos por el Perú mit Kandidat Roberto Sánchez 9.173.755 Stimmen (49,865 Prozent) erreichte.
Fujimori hatte bereits bei den Präsidentschaftswahlen 2011, 2016 und 2021 vergeblich kandidiert. Nun kann sie das lang angestrebte Amt Ende Juli antreten. Peru bestätigt damit den aktuellen Trend: Südamerika bewegt sich politisch nach rechts.
Im Wahlkampf versprach Fujimori ein härteres Vorgehen gegen illegale Migration und organisierte Kriminalität. Zudem plant sie eine wirtschaftspolitische Liberalisierung. Ihr Rivale Sánchez hingegen setzte sich für die Rechte der ländlichen Bevölkerung Perus, die Verstaatlichung von Bodenschätzen sowie Reformen von Polizei und Justiz ein.
Der unterlegene Kandidat Roberto Sánchez stellt die Rechtmäßigkeit des Ergebnisses infrage. Er behauptet, es habe Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl in den Konsulaten gegeben. Während der Stimmenauszählung hatte der Kandidat des linken Bündnisses zeitweise geführt.
Sánchez kündigte an, Beschwerde bei der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) einzulegen, und bezeichnete die neue Regierung unter Fujimori als „von Geburt an illegitim“. Die peruanische Wahlkommission wies die Einwände dagegen als unbegründet zurück.
Es bleibt ohnehin fraglich, ob Fujimori ihre volle Amtszeit von fünf Jahren absolvieren wird. Das peruanische Parlament kann den Amtsinhaber per Verfassungsklausel wegen „moralischer Unfähigkeit“ aus dem Präsidentenamt entfernen. In den vergangenen zehn Jahren hatte Peru acht Präsidenten – ein Hinweis auf die strukturelle politische Instabilität des Landes.
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