Im Rahmen der jüngsten diplomatischen Gespräche zwischen Grönland und den USA zeichnen sich erste Annäherungen ab. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, landete der US-Sondergesandte Jeff Landry am Sonntag in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Einen Tag später führte er Gespräche mit Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen sowie Außenminister Múte Egede.
Nach dem Treffen äußerte sich Nielsen optimistisch und sprach von messbaren Fortschritten. Grönland verfolge das Ziel, eine für alle Beteiligten vorteilhafte Regelung zu finden. Zudem müsse verhindert werden, dass Bedrohungen wie Annexion, Eroberung oder ein Erwerb der Insel jemals Realität würden.
Außenminister Egede betonte, dass die Initiative für das Treffen von der US-Seite ausgegangen sei. Grönland habe seine Position eindeutig dargelegt und unmissverständlich klargestellt, dass die Insel nicht käuflich sei. Reuters zitierte Egede wie folgt:
“Wir werden Grönland nicht verkaufen, Grönland gehört uns für alle Zeiten.”
Landry selbst äußerte sich nicht zu den Verhandlungen. Bei seiner Ankunft auf Grönland sagte er gegenüber lokalen Medien, er sei gekommen, um zuzuhören und dazuzulernen.
Die Gespräche stehen im Kontext früherer Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der eine Übernahme Grönlands – einer teilsouveränen Region Dänemarks – ins Spiel gebracht hatte. Die daraus entstandenen Spannungen versuchen Washington, Kopenhagen und die grönländische Verwaltung nun auf diplomatischem Weg zu entschärfen. In den letzten Monaten soll es laut Medienberichten mehrere Treffen auf hoher diplomatischer Ebene gegeben haben, konkrete Ergebnisse wurden jedoch bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. Eines der zentralen Interessen der USA ist der Ausbau ihrer militärischen Präsenz auf der Insel.
Weiterführendes – Berichten zufolge verhandeln die USA über neue Militärstützpunkte in Grönland