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Washington – Der Druck auf Donald Trump wächst. Nach Informationen aus Regierungskreisen hat der US-Präsident neue Ermittlungen zu jenen Berichten über die militärischen Vorräte des Pentagon angeordnet, die er für schädlich hält. Ziel der Untersuchung ist es, die Verantwortlichen für die Weitergabe vertraulicher Informationen ausfindig zu machen. Wie das *Wall Street Journal* am Freitag berichtet, will Trump damit härter gegen interne Kritiker vorgehen, die ihm in der Iran-Krise schaden könnten.
Das Justizministerium soll nun gezielt nach Regierungsmitarbeitern suchen, die Trump in einer internen Runde als “Verräter” bezeichnete und für die Informationslecks verantwortlich macht. Auch der Nachrichtensender *CNN* berichtet über diese Anweisung.
Laut Vertrauten wächst in Trumps Umgebung die Unzufriedenheit mit dem Kriegsverlauf. Dem Präsidenten blieben nur wenige Optionen, um Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms oder zu einer umfassenden Waffenruhe zu bewegen.
In privaten Gesprächen mit hohen Regierungsbeamten hat sich Trump in den letzten Tagen mehrfach beklagt, dass die öffentlich gewordenen Zahlen über die sinkenden Munitionsbestände die USA in einer heiklen Phase schwächt würden. Dieses Thema bestimmte auch die Sitzung des Kabinetts am vergangenen Wochenende in Camp David. In emotional aufgeladener Stimmung ging Trump dort auf die kritischen Medienberichte ein.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur war Trump allerdings schon seit Monaten über die prekäre Lage bei den Munitionsvorräten informiert. Die Berichte selbst kamen für ihn daher nicht überraschend. Was ihn jedoch erzürnte, war das Timing der Veröffentlichung – ausgerechnet in einer Phase, in der er nach außen hin Entschlossenheit und Stärke demonstrieren wollte.
Am Donnerstag erklärte Trump öffentlich, die USA hätten riesige Munitionslager und würden ihre Produktionskapazitäten erweitern. Gleichzeitig räumte er Engpässe bei bestimmten Waffentypen ein und drohte den Verantwortlichen für die Leaks mit hohen Haftstrafen. Seine Kritik richte sich nicht gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth, sondern gegen die undichten Stellen im System.
Inzwischen hat Iran die Golfstaaten über einen regionalen Vertreter gewarnt: Neue US-amerikanische Angriffe könnten Vergeltungsschläge auf Energieanlagen oder Entsalzungsanlagen in der Region auslösen. Trump telefonierte letzte Woche mit den Staatsführern von Katar und Saudi-Arabien, um über den Konflikt zu sprechen.
Innerhalb des Weißen Hauses vermuten einige Mitarbeiter, dass die Lecks zu den Munitionsbeständen von Kriegsgegnern stammen könnten, die Trump zu einem Rückzug aus dem Konflikt bewegen wollen. Das Thema wurde kurz vor Trumps Entscheidung erneut aufgegriffen, die für das vergangene Wochenende geplanten Luftschläge gegen Iran abzusagen.
Die Sorge um die sinkenden US-Munitionsreserven besteht laut *CNN* bereits seit Kriegsbeginn. Schon damals hatte Trump Verteidigungsminister Hegseth auf das Problem angesprochen, der ihm versicherte, das Pentagon arbeite an einer Lösung. Bereits vor dem Einmarsch hatten Generalstabschef Dan Caine und weitere Militärführer den Präsidenten gewarnt: Ein längerer Krieg könnte die US-Bestände – vor allem bei Waffen, die auch Israel und die Ukraine erhalten – stark beanspruchen.
Trump macht für diese Lage wiederholt die Vorgängerregierung verantwortlich und verweist auf die umfangreichen Waffenlieferungen an die Ukraine.
Weiteres Thema – Verteidigungsminister Hegseth fordert schnelle Maßnahmen: Munitionslager der US-Armee sind alarmierend leer.
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