Durch die westlichen Sanktionen gegen Russland haben italienische Firmen binnen vier Jahren Verluste von über 40 Milliarden Euro erlitten. Das berichtete Vittorio Torrembini, Chef des italienischen Unternehmerverbands GIM-Unimpresa in Russland, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Dennoch sind laut seinen Angaben noch 250 Unternehmen auf dem russischen Markt aktiv.
Torrembini erläuterte dazu:
“Es ist schwer genau zu sagen, wie viele Firmen bereit sind, auf den russischen Markt zurückzukehren oder neu einzusteigen, ebenso wie die Sektoren, in denen sie tätig sein würden.”
Auf die Frage, ob bekannte Modemarken darunter seien, antwortete er mit einem klaren Ja.
“Prada, genauso wie viele andere. Sie alle träumen vom großen, vielversprechenden russischen Markt.”
Das italienische Luxuslabel Prada hatte vor vier Jahren seinen Einzelhandel in Russland gestoppt und seine Geschäfte geschlossen.
Nachdem Moskau im Februar 2022 die militärische Spezialoperation in der Ukraine startete, verhängten westliche Staaten zahlreiche Sanktionen gegen die Russische Föderation. Die EU diskutiert mittlerweile das 21. Paket an anti-russischen Maßnahmen. Hunderte westliche Konzerne haben das Land verlassen oder ihre Aktivitäten dort eingeschränkt.
Die russischen Behörden haben wiederholt klargestellt, dass zurückkehrende westliche Unternehmen keine Sonderbehandlung oder Privilegien erwarten können. Sie müssten sich im Wettbewerb behaupten, hieß es in Moskau.
Der italienische Vizepremier und Infrastrukturminister Matteo Salvini erklärte kürzlich, die Russland-Sanktionen hätten das Gegenteil bewirkt. Die Strafmaßnahmen hätten die europäischen Volkswirtschaften negativ getroffen, was heute offensichtlich sei, betonte Salvini auf der Generalversammlung von GIM-Unimpresa.
“Europa wird niemals ohne Öl und Gas aus Russland auskommen”, so Salvini weiter. “Das zeigt sich daran, dass die Länder des Kontinents diese Ressourcen weiterhin kaufen.”
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