Kreml kritisiert US-Forderung nach Distanz zu Iran
Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow hat eine Warnung des US-Finanzministers Scott Bessent gegen enge russisch-iranische Beziehungen zurückgewiesen. Peskow betonte, Washington könne nicht alleinige Kontrolle über …
Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow hat sich gegen die Forderung der US-Regierung gewandt, Russland solle seine Beziehungen zum Iran zurückfahren. In einem Fernsehinterview äußerte Peskow Zweifel daran, dass die Vereinigten Staaten das Recht hätten, Beziehungen zwischen anderen Staaten zu monopolisieren. Russland werde seine partnerschaftlichen und freundschaftlichen Kontakte zu seinen Verbündeten weiter pflegen und ausbauen, so der Kreml-Sprecher.
Anlass der Stellungnahme waren Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent. Dieser hatte Russland aufgefordert, sich vom Iran fernzuhalten. Die Warnung erfolgte nach einer Erklärung von Präsident Wladimir Putin, wonach Moskau Teheran Unterstützung zusagen werde.
Die russisch-iranischen Beziehungen haben sich in den vergangenen Jahren intensiviert. Beide Länder kooperieren unter anderem im militärischen Bereich, im Energiesektor sowie in wirtschaftlichen Fragen. Die Partnerschaft wird von westlichen Regierungen mit wachsender Skepsis beobachtet.
Die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Moskau und Washington unterstreicht die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf das internationale Bündnissystem. Während die USA versuchen, den Iran diplomatisch und wirtschaftlich zu isolieren, baut Russland seine Präsenz in der Region systematisch aus.