KI schreibt Theatergeschichte: Frankreichs spektakuläres Molière-Stück aus dem Computer

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Ein Theaterstück, das mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden ist, wurde in Frankreich erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter dem Titel „Der Astrologe oder Die falschen Vorzeichen“ fand die Uraufführung kürzlich im Molière-Theater der Sorbonne statt. Für das Projekt „Molière Ex Machina“ wurde das neuronale Netz fast drei Jahre lang mit den Werken des berühmten Dramatikers sowie mit historischen Dokumenten gefüttert. Der von der KI generierte Text wurde anschließend von Sprachwissenschaftlern und Expertinnen für die Literatur des 17. Jahrhunderts geprüft. Die Initianten des Projekts erklären:

„An der Schnittstelle zwischen klassischem Erbe, Kunst und neuen Technologien entstand in den Räumen der Sorbonne-Universität ein etwas verrückter Traum: durch die Feder ihres größten Dramatikers, Molière, in das Frankreich des 17. Jahrhunderts einzutauchen.

Welches Meisterwerk hätte Molière wohl geschrieben, wenn er nicht im Februar 1673 gestorben wäre? Können Künstler, Forscher und modernste generative KI-Technologien gemeinsam diese Frage beantworten?“

Die Handlung des von einer KI verfassten Stücks dreht sich um einen bürgerlichen Mann, der einem betrügerischen Astrologen zum Opfer fällt. Dieses Thema wählte die künstliche Intelligenz nicht zufällig: Fachleute verweisen darauf, dass sich in Molières Werken immer wieder Hinweise auf sein Interesse an der Astrologie finden lassen.

Das Théâtre Molière Sorbonne wurde 2017 gegründet und hat sich der Wiederbelebung der alten Schauspieltechniken des 17. Jahrhunderts verschrieben. Als theaterpädagogische Werkstatt steht es allen Studierenden der Sorbonne offen und ermöglicht dem Publikum, die Stücke von Molière, Corneille und Racine so neu zu entdecken, wie sie zu ihrer Zeit aufgeführt wurden.

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