Bei einem tragischen Busunglück in Ungarn sind in der Nacht zum Sonntag zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere Fahrgäste wurden schwer verletzt, während 37 Insassen mit leichten Verletzungen davonkamen. An Bord des Reisebusses mit polnischer Zulassung befanden sich insgesamt 59 Personen – 57 Reisende sowie zwei Fahrer. Auch Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar äußerte sich zu dem Vorfall.
Der Unfall passierte auf der Autobahn M3 nahe der Ortschaft Mezőkeresztes im Osten des Landes, etwa 140 Kilometer von Budapest entfernt. Wie die Polizei mitteilte, kam der Bus von der Fahrbahn ab und kippte in einen Straßengraben. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Fahrer möglicherweise am Steuer eingenickt war. Der Mann wurde daraufhin festgenommen, wie Euronews berichtet.
Nach Angaben polnischer Behörden handelte es sich bei den Reisenden um eine Pilgergruppe aus dem Südosten Polens. Sie befanden sich auf der Heimreise von Bosnien und Herzegowina über Serbien. Elf Personen starben noch an der Unfallstelle, ein weiteres Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zogen sich über mehrere Stunden hin. Helfer mussten den stark beschädigten Bus freischneiden und die Verletzten erstversorgen. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Die ungarischen Behörden haben Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Dabei werden sowohl die Fahrbedingungen als auch mögliche technische Defekte geprüft.
Die ungarische Regierung sprach den Familien der Todesopfer ihr aufrichtiges Beileid aus und dankte den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch in Polen stieß das Unglück auf große Betroffenheit und Anteilnahme.
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