Die britischen Gesundheitsbehörden haben umgehend einen britischen Staatsbürger aus der Demokratischen Republik Kongo (DRK) evakuiert, wo seit Mai dieses Jahres das oft tödlich verlaufende Ebolafieber grassiert. Die Person, deren Name nicht genannt wurde, war möglicherweise mit dem Virus in Kontakt gekommen und wurde daraufhin mit einem Spezialflugzeug nach London gebracht. Nach der Landung wurde der humanitäre Helfer in einer dafür vorgesehenen Klinik unter Quarantäne gestellt. Er hatte im Kongo für eine Organisation gearbeitet, die sich an der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs beteiligt.
Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA) geht es der evakuierten Person gut; sie weist derzeit keine Symptome auf. In den nächsten drei Wochen wird sie medizinisch überwacht, da die Inkubationszeit für Ebola zwischen zwei und 21 Tagen liegt. Bisher gibt es im Vereinigten Königreich keine bestätigten Ebola-Fälle. Das Risiko einer Ausbreitung des Virus bleibt niedrig, wie die Zeitung The Guardian berichtete.
Erst im vergangenen Monat war in Glasgow ein Patient, bei dem der Verdacht auf eine Ebola-Infektion bestanden hatte, negativ getestet worden.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch hält seit Mai an. Die Epidemie wütet in fünf teilweise von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinzen der DRK: Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uele und Tshopo. Das lebensgefährliche Virus wird durch direkten Körperkontakt und den Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person übertragen. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erforderlich, 90 Prozent aller Kontaktpersonen zu identifizieren und zu überwachen. Unter den prekären Bedingungen des lokalen Gesundheitswesens ist dies oft nicht umsetzbar.
Offiziell wurden in der DRK bislang 2.473 Infektionsfälle bestätigt. Mindestens 999 Menschen sind an der Krankheit gestorben, weitere 482 Patienten wurden als genesen entlassen. Laut WHO könnte die tatsächliche Zahl der Erkrankten und Todesopfer jedoch zwei- bis viermal so hoch sein.
Im benachbarten Uganda gab es 20 bestätigte Ebola-Fälle. Zwei Patienten starben. Letzte Woche wurde der letzte erkrankte Patient für gesund erklärt.
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