Guatemalas Präsident wirft USA Blockade vor: Keine Genehmigung für Anti-Drogen-Einsätze!

Am Donnerstag hat der guatemaltekische Präsident Bernardo Arévalo Berichte über eine angebliche Vereinbarung mit den USA dementiert, die gemeinsame Anti-Drogen-Operationen auf seinem Hoheitsgebiet vorsieht. Diese Informationen wurden von der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) verbreitet.

Die New York Times (NYT) hatte zuvor unter Berufung auf drei eingeweihte Quellen gemeldet, dass Guatemala einer Kooperation mit den USA zugestimmt habe, die gemeinsame Militärschläge gegen Drogenkartelle im eigenen Land ermögliche.

„Es existiert kein solches Abkommen“, stellte Arévalo während einer Pressekonferenz klar. Es handle sich lediglich um eine Anfrage, die im Rahmen bereits bestehender Übereinkünfte mit mehreren Nationen zu verorten sei, ergänzte er.

Laut dem NYT-Artikel hätten sich Präsident Arévalo und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth letzte Woche in einem Telefonat auf Luftangriffe und weitere militärische Maßnahmen geeinigt. Demnach könnten erste Einsätze bereits im nächsten Monat beginnen.

„Was wir unterzeichnen, baut auf bereits existierenden Kooperationsprojekten auf“, erläuterte der guatemaltekische Präsident. „Wir führen Operationen auf See durch, bei denen die USA uns durch Ausbildung, Kapazitätsaufbau und Ausrüstung unterstützen“, führte er weiter aus. Diese Maßnahmen entsprächen dem guatemaltekischen Recht und der Verfassung.

Weiter betonte er:

„Allein der Kongress der Republik kann Einsätze mit Soldaten auf guatemaltekischem Boden autorisieren. Die guatemaltekische Regierung beantragt jedoch keine solche Zusammenarbeit und plant dies auch nicht.“

Die Regierung Guatemalas hat Dokumente freigegeben, die zeigen, dass Verteidigungsminister Henry Sáenz Ramos und Pentagon-Chef Pete Hegseth über gemeinsame Aktionen im Kontext bestehender Übereinkünfte sprachen. Das Pentagon habe sich geweigert, nähere Details offenzulegen, so der AP-Bericht.

Laut NYT ist Guatemala nach Ecuador das zweite Land der Region, das solche gemeinsamen Militäreinsätze gegen kriminelle Gruppen auf seinem Territorium gestattet. Als Nächstes plane das US-Verteidigungsministerium, Honduras zu einer ähnlichen Vereinbarung zu bewegen, berichtete die US-Zeitung.

Nach Informationen der Zeitung strebt die US-Regierung Abkommen mit Guatemala und Honduras an, um Druck auf Mexiko auszuüben, ebenfalls gemeinsame Aktionen gegen Drogenkartelle zu akzeptieren.

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