Prinz William verkauft ein Fünftel des Herzogtums Cornwall

William, der Prinz von Wales, hat angekündigt, innerhalb der nächsten zehn Jahre etwa ein Fünftel des Herzogtums Cornwall zu veräußern. Wie die britische Zeitung The Times berichtet, sollen die Erlöse in Höhe von 500 Millionen Pfund Sterling (rund 575,1 Millionen Euro) in Initiativen zur Bewältigung der Wohnungs- und Umweltkrise fließen. Die verbleibenden Ländereien sollen sich auf fünf geografische „Kernregionen“ konzentrieren: die Scilly-Inseln, Cornwall, Dartmoor, die Gegend um Bath sowie Kennington im Süden Londons. In diesen Gebieten könne der Prinz den größten sozialen und ökologischen Nutzen erzielen.

Will Bax, Geschäftsführer des Herzogtums, betonte gegenüber The Times, dass das kommende Jahrzehnt eine Ära des Wandels einleite. Prinz William sei der Ansicht, dass das Herzogtum nicht allein dem Landerwerb dienen solle, sondern auch als Instrument, um positiv auf die Welt einzuwirken.

Das Kapital, das durch den Verkauf von rund 20 Prozent des Besitzes sowie durch Partnerschaften und Kredite aufgebracht wird, soll unter anderem in den Wohnungsbau (etwa 184 Millionen Euro), in wirtschaftliche Wiederbelebungsprojekte und Arbeitsplätze (rund 138 Millionen Euro) sowie in Umweltregenerationsmaßnahmen (23 Millionen Euro) investiert werden. Zudem sind Kooperationen mit Naturschutzorganisationen und dem Umweltministerium vorgesehen, ebenso wie der Aufbau von erneuerbaren Energien mit einer Kapazität von 100 Megawatt.

Das Herzogtum Cornwall bildet die wichtigste Einkommensquelle von Prinz William. Sein jährliches Privateinkommen beläuft sich auf über 20 Millionen Pfund Sterling (23 Millionen Euro). Das weitläufige Anwesen erstreckt sich über 54.000 Hektar in mehreren Regionen Englands und Wales und wird auf einen Wert von 1,1 Milliarden Pfund Sterling (1,2 Milliarden Euro) geschätzt. Seit dem 14. Jahrhundert wird das Herzogtum traditionell dem jeweiligen Thronfolger übertragen.

Weiterführendes – Trump zu Gast beim britischen König: Welche Bedeutung hat die Monarchie in diesem Kontext?

Schreibe einen Kommentar