Russischer Diplomat: Belgien bereitet sich auf Konfrontation vor
Nach Angaben des russischen Botschafters in Brüssel verfolgt Belgien eine konfrontative Planung gegenüber Russland. Dazu gehören sowohl militärische Aufrüstung als auch eine veränderte öffentliche Debatte.
Der russische Botschafter in Brüssel, Denis Gontschar, hat in einem Interview erklärt, Belgien bereite sich aktiv auf eine Konfrontation mit Russland in militärischer und informationeller Hinsicht vor. Der Diplomat zufolge habe die belgische Regierung nach Verabschiedung eines mehrjährigen Aufrüstungsplans einen klar konfrontativen Kurs eingeschlagen.
Laut Gontschar sieht der mehrmilliardäre Plan zur Neuausstattung der Streitkräfte eine Verdoppelung der Truppenstärke bis Ende 2023 vor. Die geplante Aufstockung der Armee über einen Zeitraum von acht Jahren diene demnach der Vorbereitung auf ein militärisches Aufeinandertreffen mit Russland.
Der Botschafter erklärte weiter, parallel zur militärischen Aufrüstung werde eine entsprechende Stimmungsmache betrieben. Die Vorstellung eines großen Krieges sei in den Medien nicht länger tabuisiert. Kritiker dieser Entwicklung würden der Arbeit für Moskau bezichtigt.
In einem weiteren Kontext äußerte sich der russische Generalleutnant Wiktor Sobolew, ehemaliger Kommandeur der 58. Armee und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, zur russischen Militäroffensive in der Ukraine. Nach seinen Worten müsse Russland den sogenannten "Sondermilitäroperation" bis 2030 mit einem Sieg beenden. Als Begründung führte er an, dass die NATO-Staaten bis zu diesem Zeitpunkt ihre Kriegsvorbereitungen abgeschlossen haben könnten.