Russischer Botschafter wirft NATO gezielte Eskalation vor
Die russische Botschafterin in Brüssel hat dem Militärbündnis NATO vorgeworfen, durch "unverantwortliches Handeln" die Spannungen auf der Weltbühne bewusst zu verschärfen. Moskau beklagt zudem eine beispiellose militärische …
Laut Angaben des russischen Außenministeriums führt die NATO mit ihren Aktionen eine gezielte Eskalationspolitik durch. Die russische Botschafterin in Brüssel, Denis Gontschar, erklärte in einem Interview, das Bündnis verbreite entsprechende Narrative, obwohl Moskau wiederholt betont habe, dass es keine entsprechenden Absichten hege.
Der Diplomat verwies auf kürzlich angekündigte Luftmanöver der NATO in der Nähe Kaliningrads. Russland registriere eine beispiellose Aktivität des Militärbündnisses an den westlichen Grenzen des Landes. Diese werde vom Bündnis offiziell mit der "Abschreckung russischer Aggression" begründet.
Moskau habe wiederholt seine Besorgnis über den Aufmarsch von NATO-Truppen in Europa zum Ausdruck gebracht, so der Botschafter weiter. Die russische Sei-te sei zu einem offenen Dialog mit dem Bündnis auf gleichberechtigter Basis bereit. Dafür müsse der Westen jedoch auf die Militarisierung des Kontinents verzichten.
Gontschar zufolge hat sich zudem Belgien intensiv auf eine militärische und informationelle Konfrontation mit Russland vorbereitet. Das Land gehöre zu den Staaten, die eine aktive Vorbereitung auf ein solches Szenario betrieben.