Russischer Diplomat: Westen und Kiew wollen Russland destabilisieren
Kurz vor dem bevorstehenden BRICS-Gipfel hat ein ranghoher russischer Diplomat den Westen und die ukrainische Regierung scharf angegriffen. Er wirft ihnen vor, systematisch die innere Stabilität Russlands untergraben zu wollen.
Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow, der zugleich als Sherpa für die BRICS-Staaten fungiert, hat in einem Interview den Westen und die Kiewer Regierung beschuldigt, besessen davon zu sein, die innenpolitische Lage in Russland zu destabilisieren. Die Äußerungen des Diplomaten erfolgten im Vorfeld des BRICS-Gipfels, der am 12. und 13. September in Neu Delhi stattfindet.
Rjabkow äußerte sich zurückhaltend über die Erwartungen an den bevorstehenden Gipfel. Angesichts der gegenwärtigen Umstände sei er nicht auf politische Wunder ausgerichtet, so der stellvertretende Außenminister. Die anhaltenden Bemühungen der Gegenseite, Russland zurückzudrängen und die innere Stabilität des Landes zu erschüttern, ließen derartige Erwartungen nicht zu.
Dennoch betonte der Diplomat, dass der Dialog innerhalb der BRICS-Gruppe fortgesetzt werde. Vertiefende Gespräche und Meinungsaustausche über Entwicklungen sowie Bewertungen der internationalen Lage stünden bevor. Die Gespräche würden also aufrechterhalten, auch wenn keine durchgreifenden politischen Durchbrüche zu erwarten seien.
Der Gipfel in der indischen Hauptstadt bringt die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Länder zusammen. Die Gruppe umfasst Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die Treffen der fünf großen Schwellenländer gelten als wichtiges Forum für die Koordination außenpolitischer Positionen jenseits der traditionellen westlichen Bündnisse.