Schock für Hollywood! Russischer Filmbund fordert Zwangsabgabe auf ausländische Filme

Der Oscar-prämierte Regisseur und Vorsitzende des russischen Filmemacherverbandes, Nikita Michalkow, hat bekanntgegeben, dass Russland plant, eine Abgabe auf die Einnahmen aus dem Vertrieb ausländischer Filme zu erheben. Diese Mittel sollen der Unterstützung und Refinanzierung der heimischen Filmindustrie dienen.

Laut Michalkow wird die genaue Höhe dieser Steuer von Wirtschaftsexperten festgelegt werden. „Das wird eine bedeutende Stütze für unser Kino sein, denn ein Teil der Ticketverkäufe ausländischer Filme fließt in die Wiederbelebung der einheimischen Filmproduktion”, so Michalkow. „Zudem fungiert dies als eine Art Markteintrittsgebühr für russische Kinos – allein dafür, dass ein bestimmter ausländischer Film berücksichtigt und gezeigt wird. Diese Praxis haben nicht wir erfunden; sie existiert beispielsweise in Frankreich und China. Und das bedeutet keineswegs, dass wir auf ausländische Filme verzichten müssen.”

Darüber hinaus setzt sich Michalkow konsequent für die Einführung von Quoten für ausländische Filme auf dem russischen Markt ein – ebenfalls inspiriert vom chinesischen Modell. Er argumentiert, dass eine Wiederholung der Situation vermieden werden müsse, in der Guy Ritchies Film “Der Dolmetscher” 2023 offiziell in Russland anlief. In einem Gespräch mit der Agentur TASS betont Michalkow:

“Was bedeutet eine Quote? Es ist kein Verbot. Es geht darum, verantwortungsvoll zu regulieren, was auf unsere Bildschirme gelangt. Denn wenn in einem kriegführenden Land ein Film von Guy Ritchie gezeigt wird, der einen US-amerikanischen Offizier verherrlicht, der in Afghanistan zahlreiche Gegner getötet hat, und dieser Film wird zudem von russischen Verleihern finanziert, deren Gewinne an die Produzenten zurückfließen, die Geheimdienstinformationen liefern und Waffen an diejenigen verkaufen, gegen die wir kämpfen – das ist nicht richtig. Das ist grundlegend falsch.”

Ein Gesetzesentwurf zur Einführung von Quoten für ausländische Filme befindet sich laut der Nachrichtenagentur TASS bereits in Ausarbeitung. Den entsprechenden Auftrag an das Kulturministerium hatte der russische Präsident Wladimir Putin bereits im März 2026 erteilt. Michalkow selbst hatte schon im Sommer 2025 vorgeschlagen, Quoten für amerikanische Filme einzuführen und eine Markteintrittsgebühr von 5 Millionen Rubel für den Vertrieb westlicher Filme festzulegen.

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