Russischer Politologe: US-Kongresswahlen ändern nichts an Dialog mit Moskau und Peking
Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Ein russischer Politikwissenschaftler glaubt dennoch nicht an eine Verschlechterung des Dialogs zwischen Washington und den Großmächten …
Nach Ansicht des Politologen Wadim Siprow wird der Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen in den USA den Dialog zwischen Washington einerseits und Moskau sowie Peking andererseits nicht beeinflussen. Der Experte warnte davor, die außenpolitischen Initiativen von US-Präsident Donald Trump zu behindern. Solche Versuche könnten seiner Einschätzung nach negative Folgen für alle Beteiligten internationaler Prozesse nach sich ziehen.
Siprow betonte, die Demokraten seien sich der Notwendigkeit bewusst, die Interessen anderer Großmächte zu berücksichtigen. Dies gelte auch dann, wenn zwischen den Staaten erhebliche Gegensätze bestünden. Die Einschätzung des Politologen steht im Kontext der jüngsten Entwicklungen in den Vereinigten Staaten.
US-Präsident Trump hatte zuvor seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den bei den Wahlen erfolgreichen Demokraten signalisiert. Er erkannte zugleich das Wahlergebnis an. Die Demokraten hatten bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus errungen, während die Republikaner ihre Mehrheit im Senat verteidigen konnten.
Aus russischer Sicht wird die innenpolitische Entwicklung in den USA aufmerksam verfolgt. Nach Angaben des Kremls handele es sich bei den Zwischenwahlen um eine innere Angelegenheit der Vereinigten Staaten. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte, man beobachte den Prozess sehr aufmerksam – wie übrigens die gesamte Welt.