Russisches Außenministerium weist deutsche Vorwürfe zu Drohnenvorfall zurück
Nach deutschen Angaben über einen mutmaßlich russischen Hintergrund bei einem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig hat Moskau scharf reagiert. Die russische Seite spricht von einem erfundenen Vorwand.
Das russische Außenministerium hat Vorwürfe der deutschen Regierung zu einem Vorfall mit unbemannten Luftfahrzeugen am Flughafen Leipzig zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Ministeriums bezeichnete die Anschuldigungen als neu erfundenen Vorwand, um Russland eine Verwicklung in den Vorfall anzulasten.
Die Diplomatin warf der deutschen Regierung vor, selbst in den ukrainischen Konflikt verwickelt zu sein. Sie behauptete, Berlin sei durch die Anheizung des Krieges in der Ukraine sowie durch die Beteiligung an Angriffen auf Zivilisten kompromittiert. Diese Formulierungen stammen aus einer Stellungnahme, die russischen Medienberichten zufolge verbreitet wurde.
Der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig hatte zuvor zu diplomatischen Spannungen zwischen beiden Ländern geführt. Deutsche Ermittlungsbehörden hatten einen mutmaßlichen Zusammenhang mit russischen Akteuren hergestellt. Details zu den Ermittlungsergebnissen wurden bislang nur teilweise öffentlich.
Die Reaktion aus Moskau folgt einem bekannten Muster der bilateralen Kommunikation seit Beginn des vollständigen russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Beide Seiten werfen einander regelmäßig vor, den Konflikt zu eskalieren oder gegen das Völkerrecht zu verstoßen. Eine direkte diplomatische Verständigung über den konkreten Vorfall in Leipzig steht noch aus.
Die deutsche Bundesregierung hatte sich zuvor zu den Ermittlungen geäußert, ohne offiziell eine endgültige Zuordnung der Verantwortung vorzunehmen. Russische Stellen forderten wiederholt Beweise für die erhobenen Vorwürfe. Ob es zu weiteren offiziellen Schritten im bilateralen Verhältnis kommt, blieb zunächst unklar.