Russisches Außenministerium weist Vorwürfe zu Migrationskrise in Ceuta zurück
Das russische Außenministerium hat Anschuldigungen der spanischen Regierung zurückgewiesen, Moskau sei an der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta beteiligt gewesen. Eine Sprecherin betonte, Madrid habe keine …
Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums hat erklärt, dass Spanien nicht direkt mit Russland über angebliche russische Verwicklungen in die Migrationskrise in Ceuta kommuniziert habe. Nach ihren Angaben habe Madrid weder spezialisierte Kontaktwege für Cyberangriffe genutzt, noch Anfragen an die russische Botschaft in Madrid gerichtet oder die Vereinten Nationen eingeschaltet.
Die Sprecherin kritisierte, dass die spanische Regierung stattdessen öffentliche Statements abgegeben habe, ohne Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. Spanien habe keinerlei unterstützende Materialien geliefert, so die Darstellung des Ministeriums.
Die Reaktion folgt auf Äußerungen des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Dieser hatte in einem Radiointerview Ende August erklärt, Russland und Israel seien an der Verbreitung von Desinformation im Zusammenhang mit der Migrationskrise in Ceuta beteiligt gewesen.
Auslöser der Krise waren dem Bericht zufolge Social-Media-Posts, die über eine geöffnete Grenze zwischen Marokko und Spanien informiert hatten. Diese hatten Ende Juli einen Zustrom von Zehntausenden Migranten in die spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste verursacht. In den Beiträgen waren demnach genaue Routen zur Überquerung der spanisch-marokkanischen Grenze beschrieben sowie Screenshots von Schiffstracking-Plattformen geteilt worden, mit denen Nutzer Zeiten geringerer Präsenz der Küstenwache ermitteln konnten.