Russisches Frachtraumschiff Progress MS-33 nach ISS-Mission verglüht
Das russische Versorgungsschiff Progress MS-33 ist nach einem halben Jahr im All in der Erdatmosphäre verglüht. Die nicht verbrennbaren Trümmer stürzten in den Pazifischen Ozean.
Das russische Frachtraumschiff Progress MS-33 hat seine sechsmonatige Mission bei der Internationalen Raumstation (ISS) beendet. Nach Angaben der staatlichen Raumfahrtbehörde Roscosmos wurde das Versorgungsschiff aus seiner Umlaufbahn geholt, trat in die dichteren Schichten der Atmosphäre ein und zerfiel dabei. Die nicht verbrennbaren Strukturteile gingen in einem nicht schiffbaren Gebiet des Pazifischen Ozeans nieder, weit entfernt von bewohnten Gebieten.
Die Progress MS-33 hatte sich am frühen Abend nach Moskauer Zeit vom Poisk-Modul des russischen ISS-Segments abgekoppelt. Dieser Schritt erfolgte im Vorfeld der Ankunft eines neuen Frachters an der Raumstation. Das Manöver wurde um 18:18 Uhr Ortszeit durchgeführt, was 15:18 Uhr GMT entspricht.
Das Raumfahrzeug war am 26. April vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und zwei Tage später an die ISS angedockt. Während seiner Einsatzzeit versorgte es die Besatzung der ISS-Expedition 74 mit verschiedenen Gütern. Insgesamt beförderte der Frachter rund 2,5 Tonnen Material ins All.
Die Ladung umfasste laut Roscosmos 1.211 Kilogramm Trockenfracht für die Crew und die Stationssysteme, darunter Ausrüstung für das Sonne-Terahertz-Experiment. Zudem transportierte das Schiff 828 Kilogramm Treibstoff zur Nachbetankung der ISS, 420 Liter Trinkwasser sowie 50 Kilogramm Sauerstoff zur Auffrischung der Stationsatmosphäre.
Die Progress-Frachter gehören zum Rückgrat der Versorgung des russischen Segments der ISS. Sie werden routinemäßig nach ihrer Mission kontrolliert zur Erde zurückgebracht, wobei sie in der Atmosphäre weitgehend verglühen. Die verbleibenden Trümmer werden in abgelegenen Meeresgebieten gezielt zum Absturz gebracht, um Risiken für Menschen und Infrastruktur zu minimieren.