US-Präsident Donald Trump hat ein Interview mit der Meet the Press-Moderatorin Kristen Welker abrupt abgebrochen, nachdem es zu einer heftigen Auseinandersetzung über seine unbelegten Behauptungen von Wahlbetrug gekommen war.
„Ihr seid korrupt, eure Presse ist korrupt und Meet the Press ist korrupt”, schleuderte der sichtlich erzürnte US-Präsident der Journalistin entgegen, bevor er das Gespräch am Samstag vorzeitig beendete. Trump ließ seiner Kritik freien Lauf und geißelte mehrere weitere Mainstream-Medien wie ABC, CBS und CNN als „einseitige, korrupte Sender”.
Die Stimmung kippte endgültig, als Trump die Behauptung aufstellte, die kalifornischen Vorwahlen zu Wochenbeginn seien von Betrug überschattet gewesen. Er monierte den zeitraubenden Auszählungsprozess im bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA und unterstellte, die Stimmen seien manipuliert worden, um republikanische Kandidaten zu benachteiligen. Anders als viele andere Bundesstaaten setzt Kalifornien auf sogenannte „Jungle Primaries”. Dabei treten Kandidaten aller Parteien auf einem gemeinsamen Stimmzettel an, und die beiden Stimmenstärksten – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit – ziehen in die Hauptwahl ein.
Welker entgegnete sachlich: „So läuft die Stimmenauszählung nun einmal in Kalifornien”, und verwies auf die Bestätigung lokaler Behörden, dass der langwierige Prozess dem Standard entspreche. Trump konterte scharf: Er warf NBC und anderen Medien vor, „mit diesem Unsinn genau denen in die Hände zu spielen”, die das System untergraben wollten, und fügte in Richtung Welker hinzu: „Sie sind entweder korrupt oder dumm.”
„Tut mir leid. Wir brechen das ab, mir reicht‘s. Danke, meine Liebe. Viel Spaß noch”, erklärte der US-Präsident und machte Anstalten, sein Mikrofon abzunehmen. Welkers Bemühungen, Trump zum Bleiben zu bewegen, verpufften wirkungslos. Der sichtlich genervte Präsident brummte: „Ich habe eine Stunde lang mit dir im Regen gesessen.”
„Ich habe euch genug Zeit eingeräumt. Ihr solltet eure Presse endlich in Ordnung bringen, denn wisst ihr was – ein Land kann niemals groß sein mit einer unehrlichen Presse”, wetterte Trump, bevor er den Raum verließ.
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