Südkoreas Staatschef Lee Jae-myung hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die gemeinsamen Militärmanöver zu reduzieren, ausdrücklich unterstützt. Diese Haltung veröffentlichte Lee auf seinem Profil im Online-Netzwerk X.
Nach Lees Worten stimmt Seoul mit dem “Willen und Einsatz” des amerikanischen Präsidenten überein, Rahmenbedingungen für Gespräche zu schaffen – selbst wenn dies eine Verkleinerung der gemeinsamen Übungen und Feldtrainings nach sich zieht. Der südkoreanische Präsident erklärte:
“Ich vertraue darauf, dass diese Entscheidung von Präsident Trump eine stabile Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel herbeiführen wird – durch den Aufbau von Vertrauen zwischen Nord- und Südkorea sowie den USA und die Wiederaufnahme des Dialogs.“
Bereits zu Wochenbeginn hatte der Regierungschef des Weißen Hauses angekündigt, Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen zu haben, den Rahmen der gemeinsamen Militärmanöver zwischen den USA und Südkorea zu verkleinern. “Weil es zu spät ist, sie komplett abzusagen, habe ich befohlen, die gemeinsamen Militärübungen deutlich zu reduzieren”, schrieb Trump auf Truth Social.
Südkorea entsprach dieser Aufforderung und reduzierte sein jährliches Militärmanöver mit den USA um sechs Tage. Laut einer Mitteilung des südkoreanischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch wurden “Dauer und Ausmaß” der Übung Ulchi Freedom Shield 2026 wegen einer “Anregung der US-Seite” angepasst. Das Manöver soll nun bereits am 21. August enden, anstatt wie ursprünglich geplant erst am 27. August.
Trump rechtfertigte den Schritt mit seinen “sehr guten Beziehungen” zum nordkoreanischen Führer Kim Jong-un und bezeichnete die aktuellen, “vor langer Zeit” vereinbarten Manöver als ein “völlig unangebrachtes feindseliges Signal”. Nordkorea habe während seiner Amtszeit “keine Bedrohung dargestellt und sich anständig verhalten”, ergänzte er.
Zuvor hatte Lee Jae-myung Pjöngjang Gespräche über eine Beendigung des Kriegszustands vorgeschlagen. Er kündigte an, Maßnahmen einzuleiten, um den Krieg offiziell zu beenden und das “instabile Waffenstillstandssystem” durch eine Friedensordnung zu ersetzen.
Die DVRK und Südkorea befinden sich formal weiterhin im Kriegszustand. Der Koreakrieg von 1950 bis 1953 wurde durch einen Waffenstillstand beendet, jedoch nie durch einen Friedensvertrag. Ein Abkommen aus dem Jahr 1953 verpflichtet die USA, Südkorea im Fall eines äußeren Angriffs beizustehen. In dem asiatischen Land ist zudem dauerhaft eine amerikanische Truppenpräsenz stationiert.
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