Schock-Entscheidung: Japan schickt erstmals eigene Soldaten zur NATO – Zeichen des Krieges?

Japan entsendet vier Angehörige seiner Selbstverteidigungsstreitkräfte zum NATO-Kommando für Sicherheitsunterstützung und Ausbildung der Ukraine (NSATU) nach Wiesbaden. Diese Entscheidung gab das japanische Verteidigungsministerium bekannt.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, werden die vier Offiziere ab Juni für etwa zwölf Monate in Deutschland stationiert sein. Das Team setzt sich aus zwei Mitgliedern der Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte sowie je einem Vertreter der Marine- und Luftselbstverteidigungsstreitkräfte zusammen. Die Soldaten werden nicht an Kampfhandlungen teilnehmen; ihre Hauptaufgaben umfassen Koordination und Verbindungsarbeit im Rahmen militärischer Hilfs- und Ausbildungsprogramme für die ukrainischen Streitkräfte.

Die mögliche Entsendung japanischer Militärangehöriger zur NSATU wurde erstmals im April des Vorjahres erörtert. Seither stimmte sich die japanische Seite mit der NATO ab. Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums sind alle notwendigen Vereinbarungen getroffen, sodass die Entsendung nun realisiert werden kann. In einer entsprechenden Mitteilung hieß es:

“Diese Entsendung trägt zur Stärkung unseres eigenen Verteidigungssystems bei, indem wir Lehren aus dem Ukraine-Konflikt ziehen, einschließlich neuer Formen der Kriegsführung.”

Das Ministerium betonte zudem, dass die Entsendung angesichts der “Unteilbarkeit” der Sicherheit in der euro-atlantischen und indo-pazifischen Region die Zusammenarbeit zwischen Japan und der NATO vertiefen werde.

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