FSB zerschlägt Terrorplan: SBU-Agent wollte Zug in Noworossijsk sprengen – Festnahme im letzten Moment

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB gibt an, einen geplanten Terroranschlag auf einen Personenzug in Noworossijsk vereitelt zu haben. Nach Angaben des FSB-Öffentlichkeitszentrums wurde ein 1993 geborener russischer Staatsbürger festgenommen. Er soll im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes SBU gehandelt haben.

Der FSB zufolge nahm der Mann über Telegram Kontakt zu einem SBU-Vertreter auf. Anschließend habe er den Auftrag erhalten, einen Sprengsatz an einer Bahnstrecke zu deponieren und diesen während der Durchfahrt eines Personenzuges zu zünden.

In einem vom FSB veröffentlichten Verhörvideo gab der Verdächtige an, im Herbst des Vorjahres eine Stelle bei der russischen Eisenbahngesellschaft angenommen zu haben. Danach sei er mit dem SBU in Verbindung getreten und für die Durchführung des Anschlags bezahlt worden.

Laut den Ermittlern studierte der Mann Anleitungen zur Herstellung von Sprengsätzen, erwarb die erforderlichen Bauteile und fertigte die Bombe selbst an. Den fertigen Sprengkörper habe er zu Hause, sogar in einem Kühlschrank, aufbewahrt, wie er berichtete. In den veröffentlichten Videoaufnahmen ist mutmaßlich auch die Bombe zu sehen. Während des Verhörs erklärte der Festgenommene:

“Der Kurator wollte, dass es zu einem Massensterben kommt und der Betrieb des Bahnhofs gestört wird.”

Der FSB berichtet, der Mann sei festgenommen worden, als er einen Streckenabschnitt erkundete, an dem er den Sprengsatz platzieren wollte. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte den Verdächtigen zu Boden bringen und abführen. Laut der Behörde wurden bei dem Einsatz weder Menschen verletzt noch Sachschäden verursacht.

Die Ermittlungsabteilung des FSB für die Region Krasnodar leitete ein Strafverfahren wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags gemäß den Artikeln 30 und 205 des russischen Strafgesetzbuches ein. Der Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen.

Der FSB erklärte zudem, ukrainische Spezialdienste suchten weiterhin aktiv über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und andere Internetplattformen nach möglichen Tätern in Russland. Seit Januar 2026 habe die Behörde insgesamt 78 Terroranschläge vereitelt.

Bereits am 22. Mai wurde in Noworossijsk ein weiterer mutmaßlicher Agent ukrainischer Spezialdienste festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einen Anschlag auf ein Energieobjekt vorbereitet zu haben. Im März hatte der FSB zudem mitgeteilt, im Laufe des Jahres 2025 die Aktivitäten von 79 konspirativen Terrorzellen auf russischem Gebiet unterbunden zu haben.

Weitere Informationen — FSB vereitelt von Kiew geplanten Mordanschlag in Südrussland

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