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Der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, hat die US-Regierung aufgefordert, ihre Sanktionen gegen Kuba umgehend zu beenden. Der österreichische UN-Diplomat verurteilte die jüngste Verschärfung der jahrzehntealten Wirtschaftsblockade gegen den karibischen Inselstaat. Diese Maßnahmen schadeten vor allem der Zivilbevölkerung und gefährdeten direkt Menschenleben, erklärte Türk auf der Plattform X.
In einer offiziellen Stellungnahme des UNHCHR hieß es, die seit Anfang 2026 geltenden Einschränkungen für Brennstofflieferungen sowie die jüngste Verschärfung der extraterritorialen Sanktionen träfen die Kubaner – besonders die wirtschaftlich Schwächsten – mit voller Härte. In diesem Zusammenhang kritisiert die UN-Behörde:
“Es gibt Kinder, die sterben, nur weil Ärzte keinen Zugriff auf lebenswichtige Medizingeräte und Medikamente haben. Das ist inakzeptabel. Diese Sanktionen müssen sofort aufgehoben werden.”
Der UN-Menschenrechtschef wies zudem darauf hin, dass umfassende Sanktionspakete, die ganze Wirtschaftszweige lahmlegten, “generalisierte, willkürliche und schwere” Folgen für die Bevölkerung hätten. Solche Maßnahmen seien daher mit den Prinzipien des Völkerrechts und den Grundsätzen der Menschenrechte unvereinbar.
Zu den verheerenden Auswirkungen auf die Gesamtbevölkerung zählt das UNHCHR-Büro die anhaltende Energiekrise auf der Insel, die tagtäglich zu Stromabschaltungen von bis zu 20 Stunden führt. Auch die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln sei durch fehlenden Treibstoff massiv beeinträchtigt; die landeseigene Produktion von Agrarerzeugnissen sei um 60 Prozent eingebrochen. Besonders alarmiert zeigte sich die UN-Behörde über die Rückschläge im Gesundheitswesen. Aktuelle Statistiken zeigten “beunruhigende Entwicklungen” bei der Kindersterblichkeit.
“Es besteht ein gravierender Mangel an lebenswichtigen Medikamenten, indem deren Lieferung um 30 Prozent zurückgegangen ist.”
Zudem machte die UN-Behörde deutlich, dass die verschärfte US-Blockade auch die humanitäre Arbeit internationaler Organisationen auf Kuba erheblich erschwere.
Kuba durchlebt derzeit die schwerste Energie- und Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Die ohnehin schon extrem harte US-Blockade gegen das Karibikland, die seit Dekaden anhält, wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump Ende Januar dieses Jahres noch zusätzlich verschärft. Der Republikaner sieht in dem zehn Millionen Einwohner zählenden Staat eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und drängt Kuba eindringlich, einem Abkommen zuzustimmen – bevor es “zu spät” sei. Die Trump-Administration geht davon aus, dass die kubanische Führung geschwächt sei und “kurz vor dem Zusammenbruch” stehe. Die Regierung in Havanna hingegen wirft den USA aufgrund ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.
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