US-Schuldenberg: UNO hofft auf Durchbruch bei Beitragszahlungen

Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass die USA noch vor Jahresende eine weitere Überweisung an den gemeinsamen Haushalt vornehmen werden. Nach Einschätzung von Chandru Ramanathan, dem stellvertretenden UN-Generalsekretär für Planung, Finanzen und Haushalt, könnte sich die aktuelle Beitragsrückstandshöhe von rund zwei Milliarden US-Dollar dadurch auf etwa 1,3 bis 1,4 Milliarden US-Dollar reduzieren.

Zu Beginn des Jahres lagen die offenen Zahlungen der USA an die UN laut Ramanathan noch bei etwa 1,5 Milliarden US-Dollar. Seither ist dieser Betrag jedoch auf ungefähr zwei Milliarden US-Dollar angewachsen. Ramanathan äußerte zudem die vorsichtige Hoffnung, dass Washington im Laufe dieses Jahres den Großteil seiner rückständigen Beiträge begleichen werde.

Ende Mai berichtete das Wall Street Journal, die Vereinten Nationen stünden aufgrund der verspäteten Beitragszahlungen sowohl der USA als auch Chinas vor einer ernsthaften Finanzkrise. Gemeinsam tragen beide Länder rund 42 Prozent zur regulären Finanzierung der Organisation bei, wobei die USA als der mit Abstand größte Beitragszahler gelten.

Die angespannte Haushaltslage habe die UN bereits gezwungen, rund 3.000 Stellen im Sekretariat zu streichen, mehrere Büros zu schließen, die Ausgaben für Friedensmissionen zu kürzen sowie die geplante Renovierung ihres New Yorker Hauptquartiers zu verschieben, so die Zeitung weiter.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass sein Land mit seinen Beitragszahlungen an die Vereinten Nationen im Rückstand sei.

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