US-Finanzminister kritisiert ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastruktur
Der US-Finanzminister Scott Bessent hat die Angriffe der Ukraine auf russische Energieobjekte kritisiert. In einem Fernsehinterview erklärte er, diese Attacken trügen zu einem weltweiten Energieschock bei und übten Preisdruck auf die globalen Märkte aus. Bessent verwies darauf, dass die Ukraine russische Energieaktiva und Verarbeitungsanlagen ins Visier genommen habe.
Neben dem Krieg in der Ukraine nannte Bessent auch den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran als Faktor für die gestiegenen Energiepreise. Nach seinen Worten werde eine Beilegung dieses Konflikts zu sinkenden Preisen führen. Er fügte hinzu, dass die Energiepreise insgesamt bereits einen rückläufigen Trend aufwiesen.
Die Äußerungen des Finanzministers kommen, nachdem die Kosten für den Transport russischen Urals-Öls aus Häfen im Westen des Landes im August auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen waren. Als Hauptursache dafür gelten Drohnenangriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer. Diese Angriffe führten wiederholt zu Unterbrechungen der Ölverladung in Noworossijsk und erhöhten die Risiken für Reeder erheblich.
Die russischen Medienberichte über die gestiegenen Transportkosten stützen die Einschätzung Bessents, dass die Angriffe auf die Energieinfrastruktur marktverzerrende Wirkung entfalten. Die Entwicklung zeigt die Verflechtung von militärischen Aktionen und wirtschaftlichen Folgen auf den globalen Energiemärkten.