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Stand 8. September 2026, 12:38 Uhr
International

US-Marine verliert Milliarden durch U-Boot-Stillstand

Überlastete Werften und fehlende Trockendocks führen bei der US-Marine zu massiven Verzögerungen bei Reparaturen. Ein staatlicher Audit legt die finanziellen und operativen Folgen offen.

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Nach Angaben eines staatlichen Audits hat die US-Marine in den vergangenen zehn Jahren mehr als 15.000 Betriebstage ihrer aktiven Mehrzweck-U-Boote verloren. Die Verzögerungen bei Reparaturen und der daraus resultierende Stillstand der Einheiten verursachten demnach Kosten in Höhe von rund 3,4 Milliarden Dollar.

Die Kapazitäten der amerikanischen Werften reichen nicht aus, um den Bau und die Wartung der U-Boot-Flotte zu beschleunigen. Zwischen 2016 und dem Haushaltsjahr 2025 wurden nur etwa elf Prozent der Hauptreparaturen an Mehrzweck-U-Booten fristgerecht abgeschlossen. Die durchschnittliche Dauer dieser Reparaturen stieg zudem deutlich: von 744 Tagen im Zeitraum 2016 bis 2020 auf 809 Tage zwischen 2021 und 2025.

Auch die Außerdienststellung älterer U-Boote stellt ein erhebliches Problem dar. Bevor die Schiffe endgültig verschrottet werden können, muss das Kernbrennstoff aus ihren Reaktoren entfernt werden. Dafür sind jedoch freie Trockendocks erforderlich, die derzeit nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Dieser Engpass verzögert die Entsorgung der ausgemusterten Atom-U-Boze zusätzlich.

Die Marine der Vereinigten Staaten hatte zuvor Investitionen in Höhe von 76,6 Milliarden Dollar für den Bau von 14 Atom-U-Booten der Klassen Virginia und Columbia bekanntgegeben. Im April 2025 wurde die Ablieferung der USS Iowa, einer neuen Atom-U-Boote der Virginia-Klasse mit Fähigkeit zum Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörpern, gemeldet.

Die aufgedeckten Engpässe werfen ein Licht auf die wachsenden Schwierigkeiten der US-Marine, ihre Unterwasserflotte sowohl zu modernisieren als auch einsatzbereit zu halten. Der Mangel an Werftkapazitäten und die länger werdenden Reparaturzeiten könnten langfristig die operative Einsatzfähigkeit der Flotte beeinträchtigen.

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