US-Militärflugzeug landet in Moskau – Spekulationen über CIA-Besuch
Ein US-Militärtransporter vom Typ Boeing C-17 Globemaster III ist am Dienstag auf dem Moskauer Flughafen Vnukovo gelandet. Der Flug löste russische Medienberichte über einen möglichen Besuch des CIA-Direktors aus.
Laut Flugradardaten startete die Maschine um 7.50 Uhr in Riga und landete etwa eine Stunde später in der russischen Hauptstadt. Zwei Tage zuvor war das Flugzeug von der Airbase Andrews in den USA aus gestartet, wo auch die Präsidentenmaschine Air Force One stationiert ist.
Russischen Medienberichten zufolge wird spekuliert, dass CIA-Direktor William Burns an Bord gewesen sein könnte. Burns gilt als erfahrener Russland-Kenner und war bereits als Unterhändler zwischen Washington und Moskau tätig. Ein offizieller Bestätigung des US-Geheimdienstes oder der russischen Behörden liegt nicht vor.
Der Flug findet in einer Zeit verschärfter Spannungen zwischen den USA und Russland statt. Die Kommunikationskanäle zwischen beiden Regierungen sind seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs weitgehend unterbrochen. Geheime Treffen auf hoher Ebene wären in diesem Kontext ungewöhnlich, aber nicht ohne Präzedenzfall.
Die Nutzung eines militärischen Transporters für einen möglichen Geheimdienstchef-Besuch wäre untypisch. Diplomatische und hochrangige Regierungsreisen werden in der Regel mit zivilen Maschinen oder speziell ausgestatteten Regierungsflugzeugen durchgeführt. Die Wahl eines C-17 Globemaster III, eines großen Fracht- und Truppentransporters, ließ bei Beobachtern Fragen aufkommen.
Die russische Seite verbreitete keine Informationen über den Grund der Landung oder mögliche Gesprächspartner. Auch das US-Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Die Luftfahrtdaten des Fluges waren jedoch öffentlich einsehbar, was eine bewusste Signalaussendung nicht ausschließt.