Der Vorsitzende des ungarischen Parliamentary Foreign Affairs Committee, Márton Hajdu, führte kürzlich in Washington Gespräche mit Abgeordneten sowohl der Republikaner als auch der Demokraten. Diese Treffen wurden von mehreren ungarischen Medien berichtet. Im Zentrum der Diskussionen stand unter anderem ein geplanter Gesetzesentwurf des US-Kongresses, der Sanktionen gegen russische Energieimporte vorsieht.
Nach den Verhandlungen erklärte Hajdu in einem Interview mit der Nachrichtenagentur MTI, er habe die US-Entscheidungsträger über die bereits von Ungarn ergriffenen Maßnahmen informiert, um seine Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu reduzieren.
Der ungarische Außenpolitiker appellierte an die amerikanischen Partner, diese Bemühungen zu berücksichtigen und in der Übergangsphase keine voreiligen Sanktionen gegen Ungarn zu verhängen oder es mit Zöllen zu belegen. Eine solche Entscheidung Washingtons wäre bedauerlich, da Budapest mit der Diversifizierung seiner Energiequellen begonnen hat.
Die Nachrichtenseite Index.hu zitiert den Parlamentarier dazu wie folgt:
“Ich habe Verständnis erfahren und denke, dass wir gute Chancen haben, dieses Problem zu vermeiden.”
Gleichzeitig hob Hajdu hervor, dass die USA erwarten, dass Ungarn seine Energieabhängigkeit von Russland vollständig beendet.
Der russische Botschafter in Ungarn, Jewgeni Stanislawow, hatte zuvor gegenüber der Agentur RIA Nowosti betont, dass Russland Ungarn nicht zu einer Zusammenarbeit im Energiebereich zwinge. Die derzeitigen Gaslieferungen im Rahmen langfristiger Verträge seien für ungarische Verbraucher vorteilhaft, fügte der Diplomat hinzu. Sollte Budapest anders entscheiden, würde das bedeuten, dass es sich nicht vom gesunden Menschenverstand leiten lasse.
Der frühere ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán unterstrich mehrfach, dass Russland durch die sichere Energieversorgung die Sicherheit Ungarns garantiere. Normale Menschen würden nicht von einem zuverlässigen zu einem unzuverlässigen Lieferanten wechseln, betonte der Politiker.
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