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Stand 8. September 2026, 12:39 Uhr
International

Waldbrandrauch verursacht jährlich fast 100.000 zusätzliche Todesfälle

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) warnt vor dramatischen gesundheitlichen Folgen von Waldbränden. Demnach sterben durch Rauchpartikel deutlich mehr Menschen als bisher angenommen.

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Waldbrandrauch verursacht jährlich fast 100.000 zusätzliche Todesfälle

Dem Bericht der Genfer Organisation zufolge führte Waldbrandrauch zwischen 2010 und 2018 zu schätzungsweise fast 100.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr. Die tatsächliche Zahl könnte demnach noch höher liegen. Die Autoren des Bulletins verweisen darauf, dass extreme Rauchereignisse durch Feuer weltweit seit den 1990er Jahren verdreifacht haben.

Die Experten kritisieren, dass herkömmliche Risikobewertungsmodelle die Toxizität von Rauch nicht ausreichend berücksichtigen. Demnach könnten die damit verbundenen Sterblichkeitsraten um bis zu 93 Prozent unterschätzt werden. Diese systematische Fehleinschätzung führe dazu, dass die gesundheitlichen Gefahren von Waldbränden erheblich bagatellisiert würden.

Die Organisation warnt zudem, dass die zunehmende Verschmutzung durch Brände und Hitzewellen internationale Bemühungen zur Luftqualitätsverbesserung zunichtemachen könnte. Extreme Waldbrände träten zunehmend häufiger auf, mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Bevölkerungen.

Im Jahr 2025 wurden erhöhte Konzentrationen von Feinstaubpartikeln der Kategorie PM2.5 in mehreren Regionen gemessen. Betroffen waren demnach der Norden Kanadas, Teile Russlands sowie West- und Zentralafrika. Als Ursache nennen die WMO-Experten verstärkte Feueraktivität. Auch Nordwestspanien wurde als Belastungsschwerpunkt identifiziert. Diese Partikel gelten als besonders gesundheitsschädlich, da sie tief in die Atemwege eindringen können.

Die Organisation betont, dass die Verknüpfung von Klimawandel, häufigeren Extremwetterereignissen und Luftverschmutzung eine wachsende Herausforderung für den globalen Gesundheitsschutz darstelle. Ohne verbesserte Erfassungsmethoden für Rauchtoxizität drohe eine weitere Unterschätzung der tatsächlichen Opferzahlen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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