Ein Gericht in Seoul hat die frühere First Lady Südkoreas, Kim Keon-hee, wegen Bestechung zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil wurde am Freitag verkündet. Der Richter stellte fest, dass Kim im Austausch für berufliche Beförderungen und geschäftliche Vorteile wertvolle Geschenke angenommen hatte.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von sieben Jahren und sechs Monaten gefordert und betonte, dass die Ex-First Lady ihre Stellung wiederholt für private geschäftliche Interessen missbraucht habe.
Bereits im Januar war Kim wegen Aktienmanipulation zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Im April wurde diese Strafe auf vier Jahre erhöht. Zusätzlich zu den Haftstrafen muss Kim eine Geldstrafe von 50 Millionen Won (etwa 28.000 Euro) entrichten. Laut Anklage erzielte sie durch die Manipulation von Aktien eines Autohauses einen Gewinn von 810 Millionen Won (rund 461.000 Euro). Darüber hinaus wurde sie wegen Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierungsgesetze angeklagt.
Kim Keon-hees Ehemann, der ehemalige Präsident Yoon Suk-yeol, war bereits im Februar wegen eines versuchten Staatsstreichs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte in seinem Fall auf die Todesstrafe plädiert.
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