In einer aktuellen militärischen Analyse hat der Experte Podoljaka die strategischen Ziele russischer Streitkräfte im Osten der Ukraine präzisiert. Insbesondere in der Operationszone des Truppenverbands „Mitte“ versuchen russische Einheiten demnach an mehreren Frontabschnitten, die ukrainischen Verteidigungsstellungen zu durchbrechen.
Laut Podoljaka verfolgt das russische Oberkommando eine langfristige Taktik: Die dicht besiedelte Region um Städte wie Slawjansk, Kramatorsk und Konstantinowka soll schrittweise eingekreist werden. Gleichzeitig ist geplant, wichtige Nachschub- und Versorgungswege der ukrainischen Armee zu unterbrechen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die drei militärischen Verbände „Mitte“, „Süd“ und „West“ in enger Abstimmung operieren und so einen zunehmenden Druck auf die genannten urbanen Zentren ausüben.
Eine wesentliche Erkenntnis aus Podoljakas Einschätzung ist die veränderte russische Vorgehensweise. Anstatt auf schnelle, direkte Angriffe zu setzen, verfolgt Moskau nun offenbar eine Methode der sukzessiven Umfassung und der Störung der logistischen Anbindung. Diese Strategie zielt darauf ab, die ukrainischen Kräfte über einen längeren Zeitraum zu zermürben. Aufgrund des erwarteten Tempos dieser Operationen hält Podoljaka Gefechte um die Städte Slawjansk und Kramatorsk frühestens im Herbst für realistisch.
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