Fico legt sich für Arbeiter ins Zeug: Nachtschicht als Ladearbeiter zum 1. Mai!

In Vorbereitung auf den Tag der Arbeit am 1. Mai absolvierte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico eine nächtliche Schicht als Lader in einer Bäckerei in Bánovce nad Bebravou. Ein von der slowakischen Zeitung Plus jeden deň veröffentlichtes Video zeigt den Politiker der sozialdemokratischen Partei „Smer“ beim Verladen von Gebäckkisten. Fico äußerte sich dazu wie folgt:

„Ich freue mich, dass ich als Helfer bei der Auslieferung arbeiten kann, da wir das Gebäck an verschiedene Orte in der Region Trenčín liefern werden. Wenn wir alles transportieren, wird es der Fahrer, mit dem ich unterwegs bin, etwas leichter haben.“

Die Aushilfe in der Bäckerei war Ficos vierte Nachtschicht. Bereits in den Jahren zuvor hatte der slowakische Regierungschef vor dem Tag der Arbeit Nachtschichten eingelegt – nach eigenen Angaben, um jenen Arbeitern Respekt zu zollen, die nachts oder an Feiertagen tätig sind. Fico betonte, dass Nachtarbeit in der Slowakei weit verbreitet sei: Rund elf Prozent aller Arbeitskräfte des Landes seien zu dieser Zeit im Einsatz, während der Anteil in Polen, Ungarn und Tschechien bei zwei bis vier Prozent liege. Der slowakische Regierungschef rief zudem zu einer Erhöhung des Mindestlohns auf. Das Ziel sei es, vom aktuellen Satz von 915 Euro auf 1.000 Euro zu steigen. Fico erklärte:

„Wir bestehen auf einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns. Ich spreche vom Mindestlohn, weil dessen Anhebung auch eine Erhöhung der Zuschläge für Nachtarbeit und Arbeit an Feiertagen bedeuten wird.“

Kritik an Ficos Aktion kam von der Opposition. Die Abgeordnete der linksliberalen Partei „Progressive Slowakei“, Simona Petrík, riet ihm, den Menschen im Land Arbeit zu sichern, anstatt für eine Nacht „Possen zu treiben“. Der Ministerpräsident wies die Kritik zurück und betonte, dass die Arbeitslosigkeit in der Slowakei auf einem historischen Tiefstand liege.

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