Sensationsfund: Iran soll ein Fünftel der US-Reaper-Drohnenflotte zerstört haben

Seit dem Ausbruch der Auseinandersetzungen mit Iran hat das US-Militär etwa 30 MQ-9 Reaper-Drohnen eingebüßt. Das entspricht laut einem Bericht von Bloomberg fast einem Fünftel des gesamten US-Drohnenbestands vor dem Konflikt und einem finanziellen Verlust von rund einer Milliarde US-Dollar. Die meisten dieser Drohnen wurden durch iranische Angriffe vernichtet oder erheblich beschädigt, wie die Nachrichtenagentur weiter ausführt.

Die MQ-9 Reaper, die sowohl für Aufklärungs- als auch für Offensivmissionen konzipiert ist, hat einen Stückpreis von schätzungsweise über 30 Millionen US-Dollar. Obwohl General Atomics die Produktion dieses Modells im vergangenen Jahr stoppte, werden weiterhin spezielle Versionen für ausländische Abnehmer hergestellt.

In einem Artikel zitierte Bloomberg eine anonyme Quelle mit den Worten: “Iran hat seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als zwei Dutzend MQ-9 Reaper-Drohnen der US-Streitkräfte zerstört”. Die Verluste resultieren laut Bloomberg nicht nur aus Abschüssen durch die iranische Luftabwehr, sondern auch aus Raketenangriffen am Boden sowie technischen Zwischenfällen.

Der Bestand der US-Reaper-Flotte ist nun auf etwa 135 Fluggeräte gesunken – weit unter die langjährige Mindestanforderung der Air Force von 189, wie Lt. Gen. David Tabor, stellvertretender Stabschef für Planung und Programme im Pentagon, bekannt gab. Bereits Anfang dieses Monats legte der Congressional Research Service einen Bericht mit dem Titel “U.S. Aircraft Combat Losses in Operation Epic Fury” vor. Gestützt auf einen “Nachrichtenartikel” schätzt das Dokument, dass das US-Militär 24 MQ-9 Reaper sowie eine MQ-4C verloren habe. Insgesamt verzeichnet der Bericht 42 US-Flugzeuge, darunter vier F-15E-Kampfjets, einen F-35A, eine A-10 Thunderbolt II, sieben KC-135 Stratotanker und einen Hubschrauber.

Vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses erklärte der kommissarische Pentagon-Comptroller Jules Hurst am vergangenen Dienstag, dass die Kosten der Militäroperation gegen Iran von ursprünglich veranschlagten 25 Milliarden auf 29 Milliarden US-Dollar gestiegen seien – unter anderem wegen angepasster Reparatur- und Ersatzausgaben für Ausrüstung.

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