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Die militärische Führung des Iran hat den USA und ihren Partnern mit Vergeltungsschlägen gedroht, falls Washington erneut iranische Nuklearanlagen angreift. Diese Stellungnahme des zentralen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya erfolgte als Reaktion auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der Angriffe auf die Region um den “Pickaxe Mountain” in naher Zukunft ankündigte. Dabei handelt es sich um das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang in der Nähe der Atomanlage Natanz, in dem westliche Geheimdienste vermuten, dass Teile des iranischen Atomprogramms untergebracht sind.
Das US-Militär gab bekannt, dass es in der Nacht auf Mittwoch bereits die elfte Angriffswelle gegen den Iran beendet habe. Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten überschatten dabei die diplomatischen Bemühungen in Pakistan, eine inzwischen gescheiterte Übergangswaffenruhe doch noch zu retten.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, dass die Angriffe unter anderem gegen Flugzeughangars und Drohnenlager gerichtet waren. Diese jüngste Angriffswelle folgte auf Trumps Ankündigung, die Luftschläge weiter zu verschärfen.
Die USA setzten ihre Luftangriffe auch am Mittwoch fort. In der Nähe der Hauptstadt Teheran wurde die iranische Luftabwehr aktiviert. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete Explosionen in den Provinzen Buschehr, Ost-Aserbaidschan, Hamadan, Hormozgan, Chuzestan sowie Sistan und Belutschistan.
Zuvor hatte der Iran am Dienstag einen Tanker in der Straße von Hormus angegriffen, sodass die Besatzung das Schiff räumen musste. Gleichzeitig intensivierte Teheran seine Attacken gegen US-Verbündete in der Region und griff Bahrain, Jordanien und Kuwait an.
Die Eskalation ließ die Energiepreise weiter ansteigen. Die internationale Rohöl-Referenzsorte notierte am Mittwoch bei über 92 US-Dollar pro Barrel, während der durchschnittliche Benzinpreis in den USA auf 4 US-Dollar pro Gallone kletterte. Im Roten Meer eröffneten die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen eine neue Front gegen Saudi-Arabien, indem sie eine Seeblockade gegen das Königreich ausriefen. Damit gefährden sie den globalen Ölhandel und internationale Lieferketten. Die Huthi im Jemen haben eigenen Angaben zufolge inzwischen sechs Schiffe gezwungen, von ihrem ursprünglichen Kurs umzukehren.
Da die Straße von Hormus weiterhin blockiert ist, ist Saudi-Arabien darauf angewiesen, über eine Pipeline zum Roten Meer täglich Millionen Barrel Rohöl zu den Exporthäfen zu transportieren.
Mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA im Herbst zeigen Umfragen, dass der Krieg in der amerikanischen Bevölkerung zunehmend an Zustimmung verliert. Viele Bürger leiden unter den gestiegenen Benzinpreisen und sehen sich mit einem Konflikt konfrontiert, der noch vor wenigen Wochen auf dem Weg zur Entspannung schien. Die Zahl der im Iran-Krieg verwundeten US-Soldaten ist auf deutlich über 500 gestiegen, wie ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP mitteilte.
Irans Innenminister Eskandar Momeni traf laut Angaben zweier Regierungsvertreter, die aufgrund der vertraulichen Gespräche anonym bleiben wollten, mit Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir zusammen. Anschließend hatte Momeni auch ein Treffen mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif.
In einer Erklärung äußerte Sharif große Besorgnis über die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Er rief alle Seiten dazu auf, Zurückhaltung zu üben und Maßnahmen zu vermeiden, die die Region weiter destabilisieren könnten.
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