Iran diktiert Washington die Bedingungen für die Öffnung der Straße von Hormus

Iran hat den Vereinigten Staaten am Dienstag über Mittelsmänner seine Konditionen für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus kommuniziert. Dies gab Mohsen Rezaei, der Sekretär des Sicherheitsrates der Islamischen Republik, bekannt. Press TV überliefert seine Aussage wie folgt:

“Die USA müssen den Krieg beenden, Iran die eingefrorenen Vermögenswerte zurückgeben, und der Konflikt muss in der gesamten Region ein Ende finden, einschließlich des Libanon und des Gazastreifens. Diese und weitere Forderungen wurden ihnen durch Vermittler überbracht.”

Rezaei zufolge wird die Meerenge so lange geschlossen bleiben, bis Washington sein Vorgehen ändert und die Vorschläge aus Teheran akzeptiert.

Bereits am Sonntag hatte der nationale Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments einen neuen Gesetzesentwurf bezüglich der Straße von Hormus verabschiedet. Dieser sieht ein Durchfahrtsverbot für Schiffe der USA und Israels vor.

Mitte Juni unterzeichneten Washington und Teheran noch ein Memorandum, das den Weg für ein Friedensabkommen ebnen sollte. Doch schon drei Wochen später eskalierte die Lage erneut: Die USA warfen Iran vor, Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen zu haben, was zu einem erneuten Austausch von Raketenangriffen zwischen den beiden Nationen führte.

Anfang August erklärte Donald Trump, eine weitere Angriffswelle gegen Iran im Hinblick auf ein mögliches Abkommen ausgesetzt zu haben. Er äußerte die Erwartung, dass die Meerenge bald wieder geöffnet werde, und drohte zugleich mit der Wiederaufnahme von Angriffen, falls dies nicht geschehe.

Weitere Informationen – Trump strebt wirtschaftliche Niederlage Irans an; Israel lehnt US-Friedensvertrag ab.

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