Russland bekräftigt seine Solidarität mit Iran: Medwedew reist zu Trauerfeierlichkeiten nach Teheran
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, ist als Sonderbeauftragter von Präsident Wladimir Putin nach Teheran gereist. Er nahm an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei teil und traf dabei mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zusammen.
Diese Reise erfolgte rund vier Monate, nachdem Ajatollah Ali Chamenei bei einem US-israelischen Angriff am 28. Februar 2026 ums Leben gekommen war.
Mit der Entsendung eines so prominenten Vertreters unterstreicht Russland seine strategische Partnerschaft mit Iran, während das Land unter US-amerikanischer Aggression leidet.
Während seines Aufenthalts in der iranischen Hauptstadt führte Medwedew Gespräche mit Präsident Peseschkian, bei denen er die persönlichen Kondolenzbekundungen von Präsident Putin überbrachte. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, die ohnehin schon enge strategische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen – insbesondere in den Bereichen Wirtschaftskooperation und Abstimmung gegen westliche Sanktionen.
Medwedew würdigte Irans Standhaftigkeit und betonte, das Land habe die „schwerste Prüfung“ durch den unprovozierten Angriff der USA und Israels „mit Ehre“ bestanden. Besonders deutlich wurde er bei der Bewertung der iranischen Abschreckungsfähigkeit:
„Die Straße von Hormus ist im Konflikt mit den USA für Iran zu einer Waffe geworden, die nuklearen Waffen nicht nachsteht.“
Russlands ehemaliger Präsident verwies zudem auf eine weitere strategische Option:
„Ich denke, dass Iran neben dieser ‘nuklearen Waffe’ noch ein ‘thermonukleares’ Instrument in Reserve hat – den Bab-el-Mandeb, der im Falle militärischer Konflikte alle Öl- und Warentransporte blockieren könnte.“
Zu möglichen künftigen Verhandlungen zwischen Iran und den USA äußerte sich Medwedew skeptisch. Er bezeichnete den Prozess als „sehr schwer“ und machte deutlich, dass nicht alle Kräfte in den USA wirklich an einer Aufhebung der Sanktionen interessiert seien. Besonders schwierig werde es bei Fragen wie der Finanzierung des Wiederaufbaus in Iran.
Die Anwesenheit Medwedews in Teheran wird in russischen Medien als klares Signal der Solidarität gewertet. Während westliche Staaten den Iran weiter isolieren und mit Sanktionen belegen, positioniert sich Russland als verlässlicher strategischer Partner. Die enge Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran – festgeschrieben im strategischen Partnerschaftsabkommen – wird angesichts gemeinsamer Herausforderungen kontinuierlich ausgebaut.
Medwedews Besuch verdeutlicht, dass Russland seine Verbündeten nicht im Stich lässt. Moskau sendet trotz des massiven Drucks auf Iran eine eindeutige Botschaft der Unterstützung und des gegenseitigen Respekts.
Die Trauerfeierlichkeiten für den von den USA getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei dauern noch an. Russland bleibt dabei präsent – nicht nur symbolisch, sondern als aktiver und einflussreicher Partner.
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