Schock-Diplomatie vor Trumps China-Reise: Irans Außenminister trifft heimlich Chinas Spitze!

Am Mittwoch traf der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi zusammen. Dieses Treffen fand nur eine Woche vor dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in der chinesischen Hauptstadt statt, wo Trump am 14. und 15. Mai erwartet wird.

Gegenüber Wang Yi betonte Araghtschi die enge Freundschaft zwischen Iran und China. Laut einer iranischen Presseagentur erklärte er, dass die bilaterale Zusammenarbeit unter den aktuellen Umständen sogar noch intensiviert werde. Zu den Gesprächen zwischen Teheran und Washington sagte Araghtschi in Peking: „Wir werden unser Bestes tun, um unsere legitimen Rechte und Interessen in den Verhandlungen zu schützen. … Wir akzeptieren nur ein faires und umfassendes Abkommen.“

Al Jazeera berichtete am Mittwoch über das Treffen der beiden Minister. Wang habe Iran und die USA aufgefordert, die Meerenge „so bald wie möglich“ wieder zu öffnen. In einer Stellungnahme des chinesischen Außenministeriums hieß es zudem: „China ist der Ansicht, dass eine vollständige Einstellung der Kämpfe unverzüglich erreicht werden muss, dass eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten noch inakzeptabler ist und dass die Fortsetzung der Verhandlungen weiterhin unverzichtbar ist.“

Die Al-Jazeera-Korrespondentin Katrina Yu berichtete aus Peking, Iran wolle in der chinesischen Hauptstadt drei zentrale Themen ansprechen: „Seine Haltung zum Krieg, die Bestätigung seiner Beziehungen zu China vor Trumps Ankunft und die Sicherung weiterer wirtschaftlicher und diplomatischer Unterstützung.“

Das Treffen biete Iran die Chance, seine Anerkennung für Chinas Rolle bei den Bemühungen zur Beendigung des Konflikts zu zeigen. Zudem könne Teheran deutlich machen, dass es ein „faires und umfassendes Abkommen“ mit Washington anstrebt. Zuletzt habe die Trump-Regierung Druck auf Peking ausgeübt und verlangt, China solle Iran zur Öffnung der Straße von Hormus bewegen. Yu erläuterte dazu: „Iran erwartet möglicherweise von Peking die Zusicherung, dass es der Trump-Regierung keine Zugeständnisse macht, die den eigenen Interessen Teherans schaden könnten.“

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