Lawrow: “Irans Recht auf Urananreicherung ist unveräußerlich” – Russland stellt sich klar gegen den Westen

Irans Recht auf die friedliche Nutzung der Urananreicherung ist unveräußerlich. Dies bekräftigte der russische Außenminister Sergei Lawrow auf einer Pressekonferenz im Anschluss an seine China-Reise. Russland sei bereit, eine aktive Rolle bei der Lösung der bestehenden Fragen zu übernehmen, etwa durch die Umwandlung von hochangereichertem Uran in Kernbrennstoff oder die Lagerung bestimmter Mengen auf russischem Territorium.

Laut Lawrow sind sowohl eine vorübergehende Aussetzung der Anreicherung als auch das Festhalten an diesem Recht denkbar. Russland werde jedes Szenario unterstützen, das auf allgemein anerkannten rechtlichen Grundsätzen basiere.

Moskau und Peking sprächen sich für die Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran aus, so Lawrow weiter. Die Konfliktparteien sollten realistische und ausgewogene Ziele verfolgen – unter voller Achtung der legitimen Rechte aller Beteiligten und im Einklang mit dem Völkerrecht. Russland und China seien bereit, “verschiedene Formen der externen Begleitung dieser Gespräche zu unterstützen”.

Nach Einschätzung Lawrows sei den Golfstaaten bewusst, dass der Iran nicht angegriffen hätte, wenn das Land nicht zuvor von den USA und Israel attackiert worden wäre. Die Wurzel des Konflikts liege genau in dieser aggressiven Haltung. Der Minister betonte:

> *”Für Israel ist es natürlich eine völlig unerschütterliche Überzeugung, dass der Iran zerstört werden muss. Wie es möglich ist, daran zu glauben – ich weiß es nicht, ich verstehe es nicht.”*

Lawrow hielt sich am 14. und 15. April zu einem Arbeitsbesuch in China auf. Während seines Aufenthalts traf er mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping sowie mit Außenminister Wang Yi zusammen.

**Mehr zum Thema** – Pakistan-Verhandlungen: USA fordern vom Iran eine 20-jährige Aussetzung der Urananreicherung

Schreibe einen Kommentar