Trump: Militärische und wirtschaftliche Druckmittel gegen Iran wirksam
Der US-Präsident sieht die Kombination aus Militärschlägen und Wirtschaftssanktionen als erfolgreiche Strategie im Konflikt mit dem Iran. Verhandlungen lehnt er vorerst ab.
US-Präsident Donald Trump hat die gleichzeitige Anwendung militärischer und wirtschaftlicher Mittel gegen den Iran als effektiv bezeichnet. In einem Fernsehinterview erklärte er, beide Methoden würden im laufenden Konflikt zum Erfolg führen. Trump äußerte sich auf die Frage, ob wirtschaftlicher Druck wirksamer sei als militärische Schläge.
Der Präsident begründete seine Einschätzung mit der wirtschaftlichen Lage des Landes. Nach seinen Angaben leidet der Iran unter massiver Inflation und einem zerfallenden Wirtschaftssystem. Diese Entwicklung führe er auf die von den Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen zurück.
Verhandlungen mit der iranischen Führung schloss Trump derzeit aus. Er betonte, keine Eile zu haben und keinen Zeitplan für diplomatische Gespräche zu verfolgen. Eine Rückkehr an den Verhandlungstisch sei bislang nicht beschlossen.
Die Äußerungen des US-Präsidenten markieren eine Verschärfung der amerikanischen Position im seit Jahren andauernden Streit um das iranische Nuklearprogramm. Die Vereinigten Staaten hatten im Mai 2018 das internationale Atomabkommen einseitig aufgekündigt und seither mehrere Runden harter Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängt.
Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten sich in den vergangenen Monaten weiter zugespitzt. Neben den Sanktionen kam es wiederholt zu militärischen Zwischenfällen in der Golfregion, für die beide Seiten einander verantwortlich machen. Der Iran hatte unterdessen Schritte angekündigt, seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen schrittweise zu reduzieren, sofern die europäischen Vertragsparteien dem Druck der US-Sanktionen nicht entgegenwirken.