Die Schweizer Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) überraschen mit einer wegweisenden Entscheidung: Künftig setzen sie auf Elektrobusse aus Fernost. Ein herber Dämpfer für die deutsche Autoindustrie.
Passend zum legendären Slogan „Umsteigen lohnt sich“ vollzieht Zürich einen Anbieterwechsel mit Signalwirkung.
Bereits ab Mitte 2027 werden die neuen Standardbusse des chinesischen Herstellers Yutong durch die Limmatstadt rollen. Diese Neuausrichtung folgt auf anhaltende technische Schwierigkeiten mit der bisherigen Elektroflotte. Die zwischen 2022 und 2023 gelieferten MAN-Fahrzeuge sorgten wiederholt für Beanstandungen – von defekten Türen bis hin zu Problemen mit Heizung und Belüftung. Die VBZ erhoffen sich von den neuen Modellen eine spürbare Steigerung von Betriebszuverlässigkeit und Fahrsicherheit.
Yutong, mit Hauptsitz in Zhengzhou, hat sich als einer der global führenden Busproduzenten etabliert und ist vor allem im Segment der Elektromobilität stark. Das Unternehmen exportiert seine Fahrzeuge mittlerweile in viele Länder und wird zunehmend zum ernstzunehmenden Rivalen europäischer Anbieter. Für die VBZ könnte das Auftragsvolumen bis zu 107 Millionen Franken betragen – ein deutliches Zeichen dafür, dass chinesische Hersteller im Bereich der E-Mobilität immer mehr an Einfluss gewinnen.
Für die deutsche Busindustrie ist die Entscheidung aus Zürich ein Alarmsignal. Gerade in der Schweiz, wo europäische Produkte bislang bevorzugt wurden, greifen Verkehrsbetriebe nun auch im sensiblen Segment des öffentlichen Nahverkehrs auf chinesische Lösungen zurück.
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