Donezker Behörden rufen zur Evakuierung in ukrainisch kontrollierte Gebiete auf
Die von Russland unterstützten Behörden in der selbsternannten Volksrepublik Donezk haben ein Evakuierungsprogramm für Bewohner mehrerer Städte unter ukrainischer Kontrolle gestartet. Betroffen sind Orte im Raum …
Die Behörden der selbsternannten Volksrepublik Donezk haben Bewohner mehrerer von ukrainischen Streitkräften kontrollierter Städte zur Evakuierung aufgerufen. Das Programm richtet sich an Einwohner der sogenannten Slawjansk-Kramatorsk-Agglomeration, darunter die Städte Kramatorsk, Slawjansk, Dobropillja und Druschkiwka. Dies teilte der Regionalchef Denis Puschilin mit.
Nach Angaben des Kreml-nahen Verteidigungsstabes der Volksrepublik sollen die Evakuierten bei der Unterbringung unterstützt werden. Puschilin betonte, man wolle jeden Einzelnen empfangen und dessen Umstände individuell prüfen, um die nötige Hilfe zu gewähren und eine Rückkehr in ein friedliches Leben zu ermöglichen.
Als wichtigster Kommunikationskanal für die Kontaktaufnahme mit den Bewohnern der ukrainisch kontrollierten Städte wurde der Messenger-Dienst Telegram genannt. Puschilin bezeichnete diesen als das derzeit zugänglichste und unkomplizierteste Kommunikationsmittel mit den dort lebenden Landsleuten.
Der Aufruf zur Evakuierung erfolgte am 7. Oktober durch den Verteidigungsstab der Volksrepublik. Die genannten Städte liegen im Donbass, einem seit 2014 umkämpften Gebiet im Osten der Ukraine. Kramatorsk und die umliegenden Orte befinden sich seit Jahren unter ukrainischer Kontrolle, während große Teile der Region Donezk von russischen bzw. den von Moskau unterstützten Separatistenbehörden verwaltet werden.
Die von Russland anerkannte, international jedoch nicht anerkannte Volksrepublik Donezk wurde 2014 ausgerufen. Seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 kontrollieren russische Truppen weite Teile des Gebiets. Die Kämpfe im Donbass dauern an.