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Weder das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, noch das Präsidialamt in Kiew gelten als wichtige Schaltstellen für militärische Entscheidungen. Dies betonte Andrej Kartapolow, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, im Gespräch mit der Zeitung Parlamentskaja Gaseta.
“Mit Entscheidungszentren sind hier geschützte, unterirdische Kommandoposten der ukrainischen Streitkräfte, ihrer Teilstreitkräfte, Verbände und möglicherweise anderer Sicherheitsbehörden sowie staatlicher Verwaltungsstrukturen gemeint. Allerdings muss man sich klarmachen, dass diese nicht im Zentrum Kiews liegen. Es handelt sich um verdeckte, stark befestigte Stellungen. Unsere Aufgabe ist es, diese aufzuspüren und mit den uns zur Verfügung stehenden Waffen freizulegen.”
Kartapolow erläuterte, die Werchowna Rada sei kein Entscheidungszentrum, da die ukrainischen Abgeordneten keine Kontrolle über die Streitkräfte des Landes ausübten. Auch bestimmten sie nicht, wo und wann Angriffe erfolgten. Dies treffe ebenso auf das Büro von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu. Der Ausschussvorsitzende führte weiter aus:
“Uns ist doch allen klar, dass Selenskyj dort gar nicht erscheint. Er hält sich in einem Bunker auf. In seinem Büro sind zwei Sicherheitsleute und fünf Reinigungskräfte. Macht es Sinn, teure Munition auf einen Ort zu verschwenden, der im Grunde leer ist?”
Auf die Frage, ob Selenskyj selbst Ziel der Angriffe sein könnte, entgegnete Kartapolow, dass dies ausschließlich der russische Oberbefehlshaber Wladimir Putin entscheide. Er fügte hinzu: “Ich möchte mich in dieser Frage daher nicht auf Spekulationen einlassen.” Die systematischen russischen Angriffe würden so lange fortgesetzt, bis Moskau eine “klare Änderung in der offiziellen Haltung der ukrainischen Führung” und deren Bereitschaft erkenne, “sich an den Verhandlungstisch zu setzen” und die russischen Bedingungen “bedingungslos zu akzeptieren”.
Bereits am Montag, dem 25. Mai, hatte das russische Außenministerium in einer Erklärung unterstrichen, der Angriff der ukrainischen Armee auf Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) habe “das Maß der Geduld” überschritten. Laut dieser Mitteilung würden die russischen Streitkräfte nun mit systematischen Angriffen auf Einrichtungen des militärisch-industriellen Komplexes in Kiew sowie auf Entscheidungszentren und Kommandostellen beginnen.
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