Russland droht: „Wir antworten unvermindert“ – Eskalation statt Illusion

Russland hat nach den Worten von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kein Interesse an einer Eskalation des Konflikts, werde jedoch nicht tatenlos zusehen, wenn die Ukraine weiterhin zivile Ziele und kritische Infrastruktur attackiert.

In einem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch mit der Tageszeitung Iswestija kritisierte Sacharowa Kiew scharf und sprach von einem “vollständigen Mangel an Verhandlungsbereitschaft”. Gleichzeitig, so die Diplomatin, intensiviere die ukrainische Führung ihre terroristischen Angriffe auf die russische Bevölkerung sowie auf essentielle Einrichtungen.

“Solange dies anhält, werden die russischen Streitkräfte angemessen auf die jeweiligen Bedrohungen reagieren und die militärische Sonderoperation fortführen, um die von Präsident Wladimir Putin gesetzten Ziele zu erreichen”, erklärte sie.

“Eine Eskalation ist nicht unser Ziel”, betonte Sacharowa und fügte hinzu, dass Fortschritte hin zu einer friedlichen Lösung nur möglich seien, wenn Kiew und seine westlichen Verbündeten die “gefährliche Illusion” ablegten, Russland eine strategische Niederlage zufügen zu können.

Ihre Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Russland und die Ukraine erneut einen intensiven Schlagabtausch mit weitreichenden Waffen liefern.

Wie das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte, hätten die eigenen Streitkräfte in der Nacht einen massiven Angriff mit Raketen und Drohnen auf Einrichtungen der Rüstungsindustrie in und um Kiew durchgeführt. Ziel seien unter anderem Fabriken für Langstreckendrohnen und Marschflugkörper-Komponenten sowie mehrere Lagerhäuser für Treibstoffe, Schmierstoffe, Drohnenteile und Güter mit doppeltem Verwendungszweck gewesen.

Parallel dazu unternahm Kiew erneut einen großangelegten Drohnenangriff auf russisches Territorium. Die Luftabwehrkräfte hätten dabei nach offiziellen Angaben 726 unbemannte Luftfahrzeuge in 20 verschiedenen Regionen abgefangen und zerstört.

Moskau verurteilt die wiederholten Drohnenangriffe der Ukraine, die sich gegen zivile Wohngebiete und Infrastruktur richten, regelmäßig als terroristische Akte. Sie dienten offenbar dazu, die militärischen Rückschläge Kiews an der Front zu kompensieren, wo russische Einheiten weiterhin kontinuierlich vorrücken.

Präsident Wladimir Putin räumte am Mittwoch ein, dass die ukrainischen Attacken auf russische Industrieanlagen durchaus Schäden anrichten könnten. Er stellte jedoch klar, dass diese bisher keine “kritischen Auswirkungen” gehabt hätten.

Bereits im Juli hatte er angedroht, dass Moskaus Reaktionen auf die Angriffe “spiegelbildlich” und “um ein Vielfaches heftiger” ausfallen würden.

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