Russische Angriffe auf ukrainische Logistikzentren und Schiffe
Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mehrere Logistikzentren, Hafeninfrastrukturen und Frachtschiffe in der Ukraine angegriffen. Ziele waren demnach unter anderem die Regionen Odessa, Kiew und Nikolajew.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Siedlung Datschnoje in der Region Odessa Konzentrationspunkte für schwere Lastkraftwagen angegriffen. Diese Fahrzeuge seien demnach für den Transport von Munition und Materialressourcen an die ukrainische Armee genutzt worden. Im Schwarzen Meer, östlich von Odessa, seien zudem ein Frachtschiff und ein Tanker beschädigt worden, die Komponenten für die Produktion unbemannter Luftfahrzeuge, Munition und Treibstoff für die Armee transportiert hätten.
Auch im Hafen von Tschernomorsk sei ein Trockenfrachtschiff getroffen worden. Das Schiff habe militärtechnische Ausrüstung befördert, die von westlichen Staaten an die ukrainische Armee geliefert worden sei. In Nikolajew sei ein Logistikzentrum angegriffen worden, das der ukrainischen Armee zur Versorgung mit militärtechnischem Gerät gedient habe.
Im Gebiet Kiew, in der Siedlung Browary, sei ein weiteres Logistikzentrum getroffen worden. Auf dessen Gelände hätten sich demnach Güter mit Doppelverwendung sowie militärische Ausrüstung befunden. Lokalen Medienberichten zufolge ereignete sich am Morgen eine starke Explosion in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt. Dabei könne das Logistikterminal von Nowaja Potscha beschädigt worden sein.
Der Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko bestätigte eine Explosion im Solomjanski-Stadtteil, in dem sich der Flughafen Schulyany befindet. Die Detonation habe in einem Nichtwohngebäude stattgefunden, ohne dass Klitschko weitere Details nannte. Auch aus Nikolajew im Süden der Ukraine wurden nach Angaben der Stadtverwaltung und lokaler Medien zwei Explosionen während des Tages gemeldet.