Russischer Diplomat: Ukraine eskaliert Konflikt absichtlich
Ein russischer Sonderbotschafter hat die jüngsten ukrainischen Militäroperationen als gezielte Eskalationsstrategie interpretiert. Auch der Kreml-Sprecher äußerte sich zu den Gefechten.
Nach Darstellung des russischen Außenministeriums verfolgt die ukrainische Führung mit ihrer jüngsten militärischen Vorgehensweise eine bewusste Eskalationsstrategie. Der Sonderbotschafter des Ministeriums, Rodion Miroshnik, erklärte gegenüber einer russischen Zeitung, Kiew wolle mit seinen Aktionen eine "tierische Natur" demonstrieren. Der Diplomat warnte zugleich vor möglichen neuen Initiativen der ukrainischen Seite.
Miroshnik verwies auf frühere Vorfälle, bei denen ukrainische Streitkräfte nach russischen Angaben Lagerkomplexe von Online-Handelsplattformen beschossen, Busse angegriffen und den Verkehr blockiert haben sollen. Diese Handlungsmuster deutete er als Teil einer umfassenderen Strategie.
Der Diplomat verband die mutmaßliche Eskalationsbereitschaft der Ukraine mit finanziellen Erwägungen. Nach seinen Worten greife Kiew zu solchen Maßnahmen, wenn die Frage zusätzlicher internationaler Finanzhilfen auf der Tagesordnung stehe. Ziel sei es, den Gebern zu beweisen, dass Unterstützung angeblich effektiv eingesetzt werde.
Auch der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, äußerte sich zu den jüngsten Entwicklungen. Er bewertete die Ergebnisse einer 40-tägigen ukrainischen Operation gegen Russland. Peskow zufolge würden Drohungen gegen Moskwa nun den ukrainischen Hauptstadt selbst treffen.
Der Kreml-Sprecher betonte erneut, dass Russland ein umfassendes Konfliktrecht anstrebe. Dieses solle den Ukraine-Konflikt über Jahrzehnte hinweg regeln. Eine detailliertere Ausgestaltung dieses Ansatzes nannte Peskow nicht.