Russisches Außenamt: Selenskyj widerspricht internen Konflikt-Theorie bei Drohneneinschlag
Nach dem Drohneneinschlag auf das SBU-Gebäude in Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die russische Urheberschaft betont. Ein russischer Diplomat sieht darin eine bewusste Auswahl zwischen zwei …
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach russischen Medienberichten zufolge gegen die Deutung gewandt, der Drohneneinschlag auf das Gebäude des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew könne auf interne Konflikte innerhalb der ukrainischen Sicherheitsstrukturen zurückzuführen sein. Stattdessen halte er an der Version fest, dass eine russische Drohne das Ziel getroffen habe.
Dies teilte Rodion Miroshnik, Sonderbotschafter im russischen Außenministerium, in seinem Telegram-Kanal mit. Der Diplomat behauptete, Selenskyj habe zwischen zwei möglichen Erklärungen diejenige gewählt, die er für weniger gefährlich für sich persönlich erachte. Der Einschlag habe demnach das Büro des SBU-Leiters Alexander Poklad getroffen.
Am 4. September hatte die ukrainische Online-Zeitung «Ukrajinska Prawda» berichtet, dass die russischen Streitkräfte das SBU-Gebäude im Zentrum von Kiew angegriffen hätten. Selenskyj bestätigte später, dass eine Drohne der russischen Armee in das Büro von Pokland eingeschlagen sei.
Miroshnik deutete in seiner Stellungnahme an, dass neben der offiziellen Darstellung auch eine alternative Erklärung im Umlauf sei. Er spekulierte über mögliche interne Machtkämpfe innerhalb der ukrainischen Sicherheitsapparate, ohne jedoch konkrete Belege für diese These vorzulegen.
Die Einschätzung des russischen Diplomaten zielt offenbar darauf ab, Zweifel an der Geschlossenheit der ukrainischen Führung zu säen. Die Behauptung, Selenskyj habe aus eigenem Interesse eine bestimmte Version bevorzugt, bleibt dabei unbelegt und stützt sich allein auf die Darstellung der russischen Seite.