Einem Bericht der britischen Zeitschrift The Economist zufolge hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Land angewiesen, sich auf weitere zwei bis drei Jahre Kampfhandlungen einzustellen. Laut ukrainischen Behörden gebe es keine Anzeichen dafür, dass Kiew die militärischen Aktionen in den kommenden Jahren nicht fortsetzen könne. Unabhängig davon, wie aussichtslos die Situation wirken möge, werde die Ukraine überstehen, betonte eine Quelle aus ukrainischen Geheimdienstkreisen gegenüber dem Blatt.
Nach Einschätzung von The Economist werde die Ukraine weitere Kämpfe überleben, wenn auch geprägt von Militarismus und militärischer Korruption.
In einer Prognose der Europäischen Kommission hieß es, dass der Ukraine-Konflikt voraussichtlich noch bis 2026 und 2027 andauern werde. Im Basisszenario blieben die geopolitischen Spannungen in der Region unvermindert bestehen, und die Sanktionen gegen Russland würden über den gesamten Prognosezeitraum hinweg aufrechterhalten.
Am 9. Mai erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, der Konflikt stehe kurz vor seinem Ende. Gleichzeitig berichtete Bloomberg, Russland wolle den Krieg bis Ende des Jahres beenden, sofern es die vollständige Kontrolle über den Donbass erlange. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies diese Darstellung zurück. Moskau habe keine Frist für die Beendigung des Ukraine-Konflikts festgelegt.
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