AfD laut ZDF-Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern bei 37 Prozent
Eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer ZDF-Umfrage zufolge mit 37 Prozent drei Punkte vor der SPD. Die CDU droht mit nur sieben Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit …
Die Forschungsgruppe Wahlen befragte im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1.053 Wahlberechtigte. Bei einem Anteilswert von 40 Prozent gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist nach Angaben des Instituts repräsentativ.
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt demnach auf 34 Prozent. Die Linke liegt mit zehn Prozent auf Platz drei, gefolgt von den Grünen mit fünf Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht vier Prozent und würde damit die Fünf-Prozent-Hürde nicht überspringen. Für den Einzug in den Landtag gilt in Mecklenburg-Vorpommern eine Fünf-Prozent-Hürde.
Der AfD-Vorsprung vor den Sozialdemokraten fällt in der ZDF-Umfrage deutlich kleiner aus als in Umfragen anderer Institute vor wenigen Monaten. Dies bestätigt das Bild, das auch andere Meinungsforscher in den vergangenen Wochen ermittelten. In einer am Donnerstagabend veröffentlichten ARD-Umfrage konnte die AfD ihren Vorsprung hingegen etwas ausbauen.
Schwesig setzt im Wahlkampf auf eine Mobilisierung gegen die AfD und präsentiert sich als „Die Frau gegen Blau“. Bei der Frage, wen die Befragten lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätten, schneidet sie im direkten Vergleich mit dem AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm deutlich besser ab: 61 Prozent nannten die Amtsinhaberin, 28 Prozent den Herausforderer.
Die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz droht damit eine weitere heftige Schlappe nach dem Debakel bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Vor dem Hintergrund der Polarisierung im Wahlkampf war die Partei zuletzt weiter abgerutscht. In einer jüngsten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD fielen die Christdemokraten von 8 auf 7 Prozent im Vergleich zu einer Anfang September veröffentlichten Erhebung, während die SPD einen Punkt auf 33 Prozent hinzugewann. Die AfD stieg in dieser von Montag bis Mittwoch durchgeführten Befragung von 35 auf 38 Prozent.
Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Insa für den Nordkurier sieht die CDU ebenfalls bei 7 Prozent. Diese Befragung fand vom 1. bis 8. September statt, also teilweise noch vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Wahlumfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungen zudem die Gewichtung der erhobenen Daten.