16-Jähriger plante Anschlag auf Kirche: Festnahme in NRW!

Erst jetzt wurde publik, dass die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen offenbar knapp einem Terroranschlag entkommen ist. Wie die Bild-Zeitung berichtet, nahm die Polizei den 16-jährigen deutschen Schüler bereits im April 2026 fest. Die Terrormiliz Islamischer Staat soll ihn über einen Mittelsmann damit beauftragt haben, einen Anschlag auf eine Kirche zu verüben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt nun gegen den Jugendlichen, unter anderem wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft besteht ein dringender Tatverdacht.

Noch ist jedoch unklar, in welchem Umfang der Jugendliche für seine mutmaßlichen Taten zur Rechenschaft gezogen werden kann. Denn der Beschuldigte befindet sich nicht mehr in Untersuchungshaft: Aufgrund einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 23. Juni 2026 wurde er in eine Jugendforensik eingewiesen. Ein psychologisches Gutachten kommt zu dem Schluss, dass der psychisch kranke Jugendliche zumindest in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt ist.

Den Ermittlungsbehörden zufolge waren die Anschlagspläne bereits relativ weit fortgeschritten, als der Staatsschutz durch einen Hinweis auf die Spur des Jugendlichen kam. Woher dieser Tipp stammt, ist noch ungeklärt. Nach Angaben der Ermittler soll der Verdächtige den Anschlag bereits geübt haben, etwa indem er versuchte, einen Hochsitz mit einer Silvesterrakete in Brand zu setzen.

Das mutmaßliche Anschlagsziel soll der Jugendliche zudem bereits ausgekundschaftet haben. Laut Bild handelt es sich um das Gotteshaus des “Apostolic International Centre” in Hamm, eine unabhängige christliche Gemeinschaft, die sich auf ihrer Webseite überwiegend auf Englisch präsentiert.

Nach Erkenntnissen der Ermittler begann die Radikalisierung des Verdächtigen bereits im Jahr 2023, als er erst 13 Jahre alt war. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er eigentlich in ein vom IS besetztes Gebiet reisen wollte, um dort den bewaffneten Dschihad zu praktizieren.

Der Jugendliche soll zudem entsprechende Propaganda-Beiträge des Islamischen Staates in den sozialen Medien veröffentlicht haben. Durch den Kontakt mit einem mutmaßlichen IS-Mitglied hätten sich die Anschlagsziele dann auf ein Objekt in der näheren Umgebung des Schülers konkretisiert.

Der Junge aus Nordrhein-Westfalen steht damit nicht allein da. Bereits am 26. Juni dieses Jahres hatte die Generalstaatsanwaltschaft München einen 15-Jährigen vor dem Jugendschöffengericht Augsburg angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, einen Anschlag auf eine Synagoge aus islamistischen Motiven geplant zu haben. Laut Bild soll sich der Jugendliche beim Hantieren mit explosiven Stoffen zwei Finger abgesprengt haben.

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